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NewsBiotechnologie-Branche verhalten optimistisch für 2009

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Auch inmitten der Finanzkrise beurteilen mehr als 90 % der deutschen Biotech-Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut oder befriedigend. Dies belegt eine Umfrage des Wirtschaftsverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., in Kooperation mit dem Branchenmagazin "transkript", deren Ergebnisse heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurden. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Biotech-Unternehmen bezeichnet ihre aktuelle Lage als gut (48 %) oder befriedigend (43 %). Allerdings sank die Zahl der Optimisten gegenüber dem Vorjahreswert (61 % gut, 33 % befriedigend). Der größte Anteil (49 %) der Unternehmer denkt, dass sich die eigene Lage 2009 nicht verändern wird (Vorjahr: 43 %). Allerdings geht nur noch jede dritte Firma (33%) davon aus, dass sich ihre Lage verbessern wird (Vorjahr: 55 %), 18 % der Unternehmen gehen sogar von einer Verschlechterung aus (Vorjahr: 2 %). Den Umfrageergebnissen zufolge dürfte sich der Beschäftigungszuwachs in der Biotechnologie auch 2009 fortsetzen. So gab die Hälfte (50 %) der befragten Biotech-Unternehmen an, im kommenden Jahr Beschäftigung aufbauen zu wollen (Vorjahr: 71 %). Nur jede 10. deutsche Biotech-Firma rechnet im kommenden Jahr mit Entlassungen (Vorjahr: 3 %). Trotz der etwas schlechter eingeschätzten Lage legen die Biotech-Firmen auch 2009 ihren Fokus auf Forschung und Entwicklung. Rund die Hälfte der Firmen (52 %) plant Ausgaben in diesem Bereich auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 44 %). Etwa 40 % wollen sogar stärker investieren als 2008. Diese Zahl schrumpfte allerdings gegenüber dem Vorjahr um rund 7 %, während die Zahl der "Sparer", die weniger als im Vorjahr investieren, annähernd gleich blieb (2009: 7 %, 2008: 8 %). Während die deutschen Unternehmer das Geschäftsklima ¿ also die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen ¿ zumeist als befriedigend beurteilen (61 %, Vorjahr: 56 %), trüben sich die Zukunftsaussichten relativ stark ein. Nur noch jede vierte deutsche Firma (25 %) glaubt, dass sich die Rahmenbedingungen im laufenden Jahr verbessern werden. Im Vorjahr hatten dies noch 43 % angegeben. Rund 46 % gehen davon aus, dass das Klima gleich bleibt (Vorjahr: 50 %), fast jeder dritte Unternehmer (29 %) geht sogar von einer Verschlechterung aus (Vorjahr: 7 %). "Der deutlich vorsichtigere Optimismus der Umfragergebnisse weist deutlich auf die zunehmend schwierigen Zeiten gerade für innovative kleine und mittlere Unternehmen hin", sagte Peter Heinrich, Vorstandssprecher der BIO Deutschland, und ergänzte: "Wir gehen aber davon aus, dass es 2009 zu weiteren engen Partnerschaften mit der Pharmaindustrie kommen wird, die erhebliche Mittel für die Branche bereitstellen." Es wäre damit zu rechnen, dass Deutschland weiterhin zur Spitzengruppe im Bereich Biotechnologie zähle, allerdings benötigten die Unternehmen in den nächsten drei Jahren mindestens eine Milliarde Euro an privaten Finanzmitteln, betonte Heinrich weiter. Hier wäre eine deutliche Verbesserung vor allem der steuerlichen Rahmenbedingungen dringend notwendig, um die geeigneten Investoren anzuziehen, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbands weiter. Kai Uwe Bindseil, Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen in Deutschland und Leiter von BioTOP Berlin-Brandenburg, unterstrich die Bedeutung regionaler Cluster zur Stärkung der Biotechnologie-Branche: "Gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage ist es erforderlich, dass alle Akteure intensiv zusammen arbeiten, um die enormen Potentiale der deutschen Biotechnologie zu aktivieren. Daher ist der Arbeitskreis der BioRegionen der BIO Deutschland beigetreten und wird zukünftig die Strukturen des Verbandes nutzen, um die Branche zu stärken." Patrick Dieckhoff, Redaktionsleiter von "transkript", urteilte: "Die Biotech-Story ist intakt. Es kann keinen Zweifel geben, dass sich überlegene biotechnologische Verfahren in immer mehr Industriezweigen etablieren werden. Trotz des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds sind vor allem Pharmaunternehmen, die nicht von der Krise betroffen sind, auf Biotech-Produkte angewiesen. Das zeigen die großen Summen, die sie 2008 für Übernahmen vor allem in Deutschland ausgegeben haben."

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