Quartalsbericht der Chemiebranche
Wachstum in kleinen Schritten
Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat ihren Wachstumskurs im zweiten Quartal 2015 moderat fortgesetzt, wie der Quartalsbericht des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) zeigt.
Demnach stieg die Chemieproduktion im Vergleich zum Vorquartal dank des starken Pharmageschäfts erneut (+1,6 %). Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zuwachs sogar 3,4 %. Die Preise für Chemikalien stabilisierten sich.
Der Umsatz der Branche konnte durch das Auslandsgeschäft insgesamt zulegen. Besonders positiv entwickelte sich der Handel mit Kunden in Übersee – vor allem die Ausfuhren in die USA legten kräftig zu. Die Erlöse der Chemieunternehmen stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 % und im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %. Die Exporte profitierten vom günstigen Verhältnis zwischen Euro und Dollar. Auch auf dem wichtigsten Exportmarkt Europa wurden die Verkäufe ausgeweitet.
VCI-Präsident Marijn Dekkers erklärte: „Der Aufwärtstrend wird aktuell vom Pharmageschäft getragen. Insgesamt erwarten wir für die zweite Jahreshälfte ein leichtes Wachstum. Der schwache Euro begünstigt das Auslandsgeschäft. Rückenwind erhält das Chemiegeschäft auch durch die niedrigen Ölpreise. Gleichzeitig lässt jedoch die Wirtschaftsdynamik im weltgrößten Chemiemarkt China nach."
Für 2015 rechnet der VCI unverändert mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 1,5 %. Während die Chemikalienpreise um 2,5 %sinken werden, steigt der Branchenumsatz voraussichtlich um 1 % auf 192,7 Mrd. Euro.
Die Zahl der Arbeitsplätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorquartal konstant geblieben. Die Branche beschäftigt damit aktuell 447000 Mitarbeiter.










