Quartalsbericht

Bayer: Konzern trotz Einbußen bei Crop Science auf Vorjahresniveau

Der Bayer-Konzern hat sich im 2. Quartal 2017 trotz der Einbußen bei Crop Science auf Vorjahresniveau gehalten. "Bei Crop Science mussten wir im Zusammenhang mit hohen Warenbeständen in Brasilien, dem zweitgrößten Agrarmarkt der Welt, deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen hinnehmen", erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Donnerstag bei der Vorlage des Zwischenberichts. "Erfreuliche Ergebnis- und Margenzuwächse erzielten wir dagegen bei Pharmaceuticals und Animal Health." Die Geschäftsentwicklung von Consumer Health war insbesondere durch das schwierige Marktumfeld in den USA rückläufig. Insgesamt ergab sich für die Life-Science-Bereiche eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Covestro verzeichnete erneut einen deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs. Der Konzernausblick für das laufende Jahr wurde mit Blick auf die Entwicklung bei Crop Science und bei Consumer Health angepasst.

Zwei Wissenschaftler bereiten bei Bayer den automatisierten Arbeitsplatz für ein Experiment im Bereich Cell and Protein Sciences im Forschungszentrum Wuppertal vor. (Bild: Bayer)

Bezüglich der geplanten Übernahme von Monsanto sieht Baumann das Unternehmen weiter auf einem guten Weg: "Wir machen Fortschritte in der Diskussion mit den Regulierungsbehörden und liegen im Zeitplan." Bayer hatte am 30. Juni 2017 einen entsprechenden Zulassungsantrag bei der EU-Wettbewerbsbehörde gestellt und damit einen weiteren wichtigen Schritt bei dieser Transaktion erreicht.

Prognose für das Gesamtjahr 2017 angepasst

Aufgrund der aktuellen Geschäfts- und Währungsentwicklung passt Bayer die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 an und legt nun für das 2. Halbjahr die Wechselkurse zum 30. Juni zugrunde, z. B. einen EUR-USD-Kurs von 1,14 (bisher: 1,07). Der Umsatz des Bayer-Konzerns soll sich nun auf mehr als 49 Milliarden Euro erhöhen (bisher: etwa 51 Milliarden Euro). Dies entspricht jetzt wpb. einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll nun im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: im unteren Zehner-Prozentbereich) wachsen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft will der Konzern jetzt im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigern (bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Hierbei ist zu beachten, dass ab Juni 2017 Covestro nur noch mit 41 Prozent einbezogen ist (bisher: mit 53 Prozent). Ohne Berücksichtigung von Kapital- und Portfoliomaßnahmen soll die Nettofinanzverschuldung am Jahresende 2017 nun bei etwa 7 Milliarden Euro liegen (bisher: etwa 8 Milliarden Euro).

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Für die Life-Science-Bereiche plant Bayer nun einen Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro (bisher: ca. 37 Milliarden Euro). Dies entspricht einem wpb. Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher im mittleren einstelligen Prozentbereich). Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird leicht über dem Niveau des Vorjahres erwartet (bisher: Steigerung im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich).

Für Pharmaceuticals bestätigt Bayer trotz einer negativen Währungsentwicklung die im Februar veröffentlichte Prognose und erwartet nach wie vor einen Umsatz von mehr als 17 Milliarden Euro. Dies entspricht einem wpb. Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Den Umsatz mit den Hauptwachstumsprodukten will Bayer wie bisher auf über 6 Milliarden Euro steigern und plant weiterhin eine Zunahme des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA im oberen einstelligen Prozentbereich. Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge will das Unternehmen nach wie vor verbessern.

Für Consumer Health erwartet Bayer ein schwaches 2. Halbjahr und rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von etwa 6 Milliarden Euro (bisher: mehr als 6 Milliarden Euro). Dies entspricht nominal und wpb. dem Vorjahresniveau (bisher: wpb. Steigerung im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich). Bayer erwartet für Consumer Health nun einen Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: ein Plus im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich).

Für Crop Science ist nun ein Umsatz von unter 10 Milliarden Euro (bisher: über 10 Milliarden Euro) geplant. Dies entspricht wpb. einem Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher: Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich). Beim EBITDA vor Sondereinflüssen der Division erwartet Bayer jetzt einen Rückgang im mittleren Zehner-Prozentbereich (bisher: auf dem Niveau des Vorjahres).

Für Animal Health, die Überleitung und Covestro bestätigt Bayer die im Februar bzw. im April 2017 veröffentlichten Prognosen. Gleiches gilt für die weiteren Prognosekennzahlen.

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