Die Psycho-Trojaner

Wie Parasiten uns steuern

In dem spannenden Buch „Die Psycho-Trojaner - wie Parasiten uns steuern“ gehen Monika Niehaus und Andrea Pfuhl den teilweise unglaublich ausgebufften Tricks solcher Kleinstwesen und dem evolutionären Sinn dieser Manipulationsmechanismen auf den Grund und entfalten so auch ein Kaleidoskop der Magie des Lebens.

Buch „Die Psycho-Trojaner - wie Parasiten uns steuern“

In den vergangenen 500 Millionen Jahren haben Parasiten wie beispielsweise Faden- oder Kratzwürmer pfiffige und überaus intelligente Wege gefunden, sich in Krebsen, Insekten, Spinnen, aber auch in Säugetieren einzunisten und deren Verhaltensweisen mit raffinierten Mechanismen so zu beeinflussen, dass diese unsichtbaren Invasoren auf unheimliche Art und Weise damit ihre Überlebenschancen erhöhen. Sogar der Mensch, dessen Immun- und Nervensystem und Gehirn aufgrund der komplexeren Struktur wesentlich schwieriger zu manipulieren sind, wird immer häufiger von den Psycho-Trojanern gehackt und geknackt. In der neuen Forschung geht man davon aus, dass der Mensch viel stärker zum Ziel von Psycho-Parasiten wird als bisher angenommen.

„Heute steht nach Angaben des Deutschen Ärzteblattes mehr als ein Dutzend Infektionserreger in Verdacht“, schreiben die Autorinnen im Vorwort ihres Buches, „psychiatrische Erkrankungen auszulösen, darunter Bornaviren, Borrelien, Chlamydien, Herpesviren, HI-Viren, Streptokokken und Toxoplasma gondii, doch vermutlich sind es deutlich mehr.“

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Niehaus und Pfuhl wenden sich in ihrem Buch zunächst den „klassischen Parasiten“ zu, die den Menschen seit Jahrhunderten schon auf die Pelle rücken, und erklären diese faszinierende Welt der mikroskopisch kleinen Viren, Bakterien, Pilze, Einzeller oder meterlangen Vielzeller wie dem Fischbandwurm. So erzählt das Autorenduo die Geschichte der Läuse, die heute nicht nur Schulkinder befallen, sondern vor 300 Jahren das „Fleckfieber“ (Typhus) auslösten und ein großes Problem für damalige Armeen darstellten. Zudem löste eine Hungerkatastrophe in Irland zwischen 1843 und 1849 eine Läusefieber-Epidemie aus, die für die gewaltige Emigration der Iren in die USA sorgte. Parasiten beeinflussen also auch unsere Politik- und Kulturgeschichte; vielleicht sogar stärker, als dies manche Päpste, Könige oder Generäle getan haben. Auch von diesen Auswirkungen erzählt das Buch, wenn es im zweiten Teil die Parasiten in den Fokus nimmt, die in die Steuerzentrale des Menschen eindringen. Wie beispielsweise der berühmte Syphilis-Erreger, der auch die europäische Thronfolge durcheinander wirbelte, die Gründung einer neuen Kirche anstieß und unsere heutige Sexualmoral nachhaltig prägte.

Die Autorinnen legen ein hochinformatives, mitreißendes und glänzend erzähltes Sachbuch vor, das erstmals eine ebenso fesselnde wie unheimliche Entdeckungsreise in die bis dato recht unbekannte Welt der Super-Parasiten ermöglicht.

Das Buch erscheint im Hirzel Verlag, ISBN 978-3-7776-2622-2, € 24,90, kartoniert, 238 Seiten, 28 s/w Abbildungen.

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