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Domo Engineering Plastics

Annina Schopen,

Investor gefunden: Domo-Standort Premnitz bleibt erhalten

Für den Domo-Standort Premnitz ist eine Investorenlösung gefunden: Der Insolvenzverwalter hat den Geschäftsbetrieb an eine neue Gesellschaft übertragen, wodurch 50 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Hinter dem Erwerber steht der Investor Lone Star Funds, der weitere Teile der Domo-Gruppe übernimmt.

Standort Premnitz der Domo Engineering Plastics © Domo

Der Standort Premnitz der Domo Engineering Plastics hat eine neue Zukunft gefunden. Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing hat sich mit einem Investor auf die Übernahme des Geschäftsbetriebs geeinigt, womit 50 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Übergabe des Betriebs ist bereits vollzogen.

„Mit der Übernahme hat nun auch der Standort Premnitz wieder eine Perspektive außerhalb der Insolvenz", erklärte Flöther. Besonders hob er hervor, dass trotz der angespannten Lage in der Chemieindustrie ein Großteil der Belegschaft gehalten werden konnte. Grünes Licht gaben sowohl die Gläubiger als auch die zuständigen Kartellbehörden. Nachdem zuletzt auch das französische Insolvenzgericht zugestimmt hat – dort läuft das parallele Verfahren der Domo-Schwestergesellschaft Polytechnyl –, konnte die Übertragung auf eine neue, insolvenzfreie Gesellschaft abgeschlossen werden. Für die 20 Mitarbeitenden, die nicht in die Investorenlösung einbezogen wurden, wurde mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich mit Sozialplan vereinbart.

Hinter dem Erwerber steht Lone Star Funds, ein international aufgestellter Investor. Die Übernahme in Premnitz ist Teil einer größeren Transaktion, mit der Lone Star weitere Teile der weltweit tätigen Domo-Gruppe übernimmt.

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Zur Einordnung: Domo Engineering Plastics in Premnitz ist die letzte verbliebene operative Gesellschaft von Domo Chemicals in Deutschland. Die deutschen Tochtergesellschaften der Gruppe hatten am zweiten Weihnachtsfeiertag 2025 Insolvenz angemeldet und wurden seitdem unter Verwaltung weitergeführt. Bereits Ende März hatte Flöther den Geschäftsbetrieb des Schwesterunternehmens Domo Carproleuna erfolgreich veräußert und dabei 436 Arbeitsplätze gesichert.

Am Standort Premnitz werden Polyamid 6-Kunststoffe veredelt. Das Unternehmen fertigt Compounds, bei denen Polyamid 6 gezielt mit Zusatzstoffen oder Additiven kombiniert wird. Dadurch lassen sich Eigenschaften wie Festigkeit, Hitzebeständigkeit, Steifigkeit oder Schlagzähigkeit präzise einstellen. Solche Compounds werden vor allem in der Automobil-, Elektro- und Konsumgüterindustrie eingesetzt.

Quelle: Domo Chemicals

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