Genom-Editierung

Erstes CRISPR-Patent für Merck

Merck, Darmstadt, hat bekannt gegeben, dass das australische Patentamt dem Unternehmen Patentrechte für den Einsatz von CRISPR in einem Genomintegrationsverfahren für eukaryotische Zellen erteilt hat.

Das Patent ist gültig für die chromosomale Integration, d.h. die Chromosomen-Sequenz von eukaryotischen Zellen wird mit Hilfe von CRISPR durchtrennt und es wird an gleicher Stelle eine externe oder Spender-DNA-Sequenz in die Zelle eingefügt. „Merck hat ein großartiges Werkzeug entwickelt, mit dem Forscher nun neue Therapien und Heilungsmöglichkeiten für Krankheiten finden können, für die es bisher nur begrenzte Behandlungsoptionen gibt, darunter seltene oder chronische Krankheiten wie Diabetes und Krebserkrankungen“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Leiter des Unternehmensbereichs Life Science.

Merck hat Patentanmeldungen für sein CRISPR-Insertionsverfahren ebenfalls in Brasilien, China, Europa, Indien, Israel, Japan, Kanada, Singapur, Südkorea und den USA eingereicht. Die Anwendungsmöglichkeiten für CRISPR sind weitreichend: Mit ihr können beispielsweise mit Krebs oder seltenen Krankheiten assoziierte Gene ermittelt oder zu Blindheit führende Mutationen rückgängig gemacht werden.

Merck ist seit 14 Jahren im Bereich der Genom-Editierung tätig und bot als erstes Unternehmen weltweit maßgeschneiderte Biomoleküle für die Genom-Editierung an (TargeTronTM RNA-geführte Gruppe-II-Introns und CompoZr™ Zinkfingernukleasen). Merck stellte zudem als erstes Unternehmen sogenannte Arrayed-CRISPR-Bibliotheken her, die das gesamte menschliche Genom abdecken. Mit ihnen können Forscher die zugrundeliegenden Krankheitsursachen genauer untersuchen und die Entwicklung von Therapien beschleunigen.

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Im Mai 2017 gab Merck mit Proxy-CRISPR die Entwicklung einer alternativen CRISPR-Methode zur Genom-Editierung bekannt. Im Gegensatz zu anderen Systemen ermöglicht das neue Proxy-CRISPR-Verfahren von Merck den Zugriff auf bisher nicht erreichbare Regionen des Genoms und macht CRISPR dadurch effizienter, flexibler und spezifischer, wodurch Forscher mehr experimentelle Möglichkeiten haben. Merck hat mehrere Patentanträge für die Proxy-CRISPR-Technologie gestellt. Die Patentanträge im Zusammenhang mit der Proxy-CRISPR-Technologie sind nur einige zahlreicher CRISPR-Patentanträge, die das Unternehmen seit 2012 eingereicht hat.  

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