Etablierung von Forschungsdatenmanagement

Nationale Forschungsdateninfrastruktur als Verein gegründet

Bund und alle Länder haben als Gründungsmitglieder am 12. Oktober 2020 in Hannover den Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. gegründet.

© Gorodenkoff/Shutterstock.com

Damit ist nach dem Abschluss der Bund-Länder-Vereinbarung zur NFDI, die die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) im November 2018 beschlossen hatte, dem fortschreitenden Aufbau des NFDI-Direktorats und dem Förderbeginn der ersten neun NFDI-Konsortien Anfang Oktober 2020 ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.

Die GWK-Vorsitzende, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, wünscht dem NFDI-Verein einen guten Start und vorausschauende Entscheidungen beim weiteren Vereinsaufbau: „Jeden Tag sammeln Forscherinnen und Forscher wertvolle Daten, überall in Deutschland. Wenn wir diese Daten vernetzen, damit sie ausgetauscht und weiterverwendet werden können, potenziert sich die Chance, dass daraus Innovationen entstehen. Dafür brauchen wir die NFDI, eine Infrastruktur, die es bisher weder in Deutschland noch international gibt. Einen wichtigen Baustein auch mit Blick auf die europäischen Strukturen, die sich gerade entwickeln. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die NFDI zeitplangemäß als Verein zu gründen. Die nun unmittelbar anstehenden Entscheidungen im Verein werden wichtige Weichen für die weitere Entwicklung stellen. Ich wünsche dem NFDI-Direktor und den Vereinsmitgliedern bei den weiteren Aufbauschritten eine glückliche Hand und Weitsicht.“

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Der stellvertretende GWK-Vorsitzende, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf, beglückwünscht den Verein zu seiner Gründung: „Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur ist für den Wissenschaftsstandort Deutschland von strategischer Bedeutung. Wir schaffen damit entscheidende Grundlagen, mit den erhobenen Daten Spitzenforschung in der Zukunft zu betreiben. Die von Bund und Ländern geförderte Initiative wird in den kommenden Jahren von Politik und Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt werden. Wir setzen große Hoffnungen in den Beitrag der NFDI zur Digitalisierung der Wissenschaft und wünschen dem Verein alles Gute und viel Erfolg. Ein besonderer Dank gilt den bisherigen Trägereinrichtungen des NFDI-Direktorats: FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und KIT – Karlsruher Institut für Technologie.“

Der Zweck des Vereins mit Sitz in Karlsruhe ist die Etablierung und Fortentwicklung des Forschungsdatenmanagements und somit die Effizienzsteigerung des deutschen Wissenschaftssystems. Die Struktur der Vereinsorgane und deren Kompetenzverteilung verfolgen einen wissenschaftsgeleiteten Ansatz. Die inhaltlich-strategische Steuerung der NFDI und die Umsetzung der inhaltlich-technischen Grundsätze obliegen somit Vereinsorganen, die überwiegend oder ausschließlich mit wissenschaftlichen Mitgliedern besetzt sind (Wissenschaftlicher Senat und Konsortialversammlung). Zudem soll der Verein grundsätzlich auch Mitgliedseinrichtungen von NFDI-Konsortien offenstehen, die noch nicht in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen worden sind. Dadurch soll der inklusive Charakter der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur zum Ausdruck gebracht und von Beginn an eine größtmögliche Breitenwirkung im Wissenschaftssystem erzielt werden.

Quelle: GWK – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

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