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Fortbildung in der deutschen Life-Sciences-Branche ausbaufähig

Die Mitarbeiter in Deutschlands Life-Sciences-Branche sind deutlich weniger zufrieden mit dem derzeitigen Angebot an betrieblicher Weiterbildung als in anderen Ländern. Das ergab eine Erhebung im Rahmen des Kelly Global Workforce Index (KGWI). Deshalb denken sie über weitere Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Qualifikation nach, wollen ihrem aktuellen Arbeitgeber dabei aber mehrheitlich treu bleiben.

Als Land der Innovation braucht Deutschland Spezialisten, die sich kontinuierlich weiterqualifizieren. Jedoch erscheint gerade den Fachkräften der Life-Sciences-Branche das vorhandene Angebot der Arbeitgeber nicht ausreichend: Nur 29 % der Befragten finden, dass die aktuellen Weiterbildungsangebote ihren Bedürfnissen entsprechen und der Karriereentwicklung nützen.

Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit nicht besonders gut da: In den USA sind 48 % mit dem bestehenden Angebot zufrieden, in Frankreich 36 % - in Russland liegt dieser Wert bei 68 % und in China sogar bei 88 %. Viele Arbeitnehmer machen sich selbst auf die Suche: Rund ein Fünftel der Beschäftigten im Bereich Life Sciences sucht bereits aktiv nach Weiterbildungen, mehr als ein Drittel denkt über zusätzliche Trainings nach. In den USA und Frankreich sind die Werte niedriger (USA: 14 bzw. 30 %, Frankreich: 8 bzw. 27 %), doch ist der Bildungshunger der chinesischen (35 bzw. 45 %) und russischen Life-Sciences-Fachkräfte (43 bzw. 51 %) deutlich größer als in Deutschland.

"Der Standort Deutschland verfügt bereits über gut qualifizierte und weiterbildungswillige Arbeitnehmer in der Life-Sciences-Branche - doch wollen diese deutlich mehr: Das derzeitige Angebot reicht ihnen nicht. Das gibt den Arbeitgebern die Möglichkeit, die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter durch gezielte Maßnahmen zu erhöhen und sich damit ihrer Loyalität zu versichern", erklärt Dr. Chiara Palazzi, Operations Manager Professional & Technical, von Kelly Services.

Soll Weiterbildung vornehmlich der eigenen Karriere dienen - oder eher dem Unternehmen, in dem der Arbeitnehmer arbeitet? "Beides", sagen die Studienteilnehmer: 70 % wollen Weiterbildung vor allem für die Erschließung neuer Arbeitsfelder nutzen und 60 % streben eine Beförderung bei ihrem jetzigen Arbeitgeber an.

Wenn Weiterbildung, dann als Seminar. Hier war sich der Großteil der Befragten einig. 70 % bevorzugen diese Art der Weiterbildung. Zudem setzen 67 % der Beschäftigten auf kontinuierliches Training für die Entwicklung der eigenen Fähigkeiten. Immerhin 66 % finden, dass Fortbildung nach dem Prinzip "Learning by Doing" unabdingbar ist und sehen Berufserfahrung als ein weiteres maßgebliches Trainingsinstrument.

"Die Studienteilnehmer setzen - trotz ihrer Vorliebe für Seminare - offenbar auch darauf, dass sie in ihrem Berufsalltag durch das Sammeln von Erfahrungen ausreichend Möglichkeiten zur Optimierung ihrer Fähigkeiten haben. Dabei haben sie ganz konkrete Vorstellungen von den erstrebenswerten Qualifikationen: So halten sie vor allem Teamfähigkeit, Detailgenauigkeit sowie analytisches und komplexes Denken bzw. Problemlösungskompetenz für wichtig. Optimierungsbedarf bei sich selbst konstatierte die Mehrheit vor allem in puncto Führungskraft, Sprachen, Statistik und Management", so Dr. Palazzi weiter.

Die detaillierten Studienergebnisse finden Sie unter: http://kellyservices.de/uploadedFiles/Switzerland_-_Kelly_Services%281%29/4-Resource_Center/KGWI%201_2013%20Whitepaper_DE.pdf
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