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Gegen Keime, Pilze, Viren

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) nahm der Forschungscampus InfectoGnostics gestern offiziell seine Arbeit auf. Die 36 Partner aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft beschreiten in den kommenden 15 Jahren gemeinsam neue Wege in der Diagnostik von Infektionen. Ziel ist es, marktreife Verfahren zur schnellen Vor-Ort-Analyse zu entwickeln.

Schnelle Vor-Ort-Analysensysteme werden nicht nur in Krankenhäusern gebraucht. Keime in der Nahrungsmittelproduktion und Tierhaltung aufzuspüren oder Malaria- und Tuberkuloseerreger in Entwicklungsländern zu bekämpfen sind weitere Ziele von InfectoGnostics. Die Partner, neben der Universität Jena und ihrem Klinikum auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wie das Institut für Photonische Technologien (IPHT), das Hans-Knöll-Institut sowie das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik und führende Anbieter medizinischer Diagnostika und Analysentechniken, verfolgen dazu eine langfristige Forschungsstrategie. Bildung und Nachwuchsförderung sind zentrale Bestandteile.

Sein Domizil im ZAF am Max-Wien-Platz in Jena wird der Forschungscampus im Sommer beziehen. Hier und im benachbarten Institut für Physikalische Chemie stehen InfectoGnostics ca. 1000 Quadratmeter Labor- und Bürofläche zur Verfügung. "Mit dem Forschungscampus schaffen wir einen Ort, an dem sich Forscher aus unterschiedlichen Einrichtungen austauschen und zusammenarbeiten werden. So entsteht ein Nährboden auf dem Konzepte gedeihen können, die später von de Unternehmen, möglicherweise auch Neugründungen, in Produkte umgesetzt werden", betont Prof. Dr. Jürgen Popp, Sprecher von InfectoGnostics, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) und Leiter des Instituts für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Der Forschungscampus InfectoGnostics wird außer vom BMBF auch mit Mitteln des Freistaates Thüringen gefördert. Einen weiteren Teil des benötigten Etats finanzieren die beteiligten Partner aus Forschung und Industrie. In der Summe sollen in den kommenden 15 Jahren 111 Millionen in den Forschungscampus investiert werden.

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