Graduiertenkolleg "Lebende Flüssigkeiten"

Die Deutsch-Französische Hochschule fördert internationales Projekt

Die Deutsch-Französische Hochschule fördert ab dem 1. Januar 2014 ein Gemeinschaftsprojekt der Saar-Uni, der Universität Bayreuth, der Universität Grenoble und der marokkanischen Universität Rabat für drei Jahre mit rund 120000 Euro: Wie fließt das Blut durch unsere Adern? Wie verformen sich rote Blutkörperchen? Wie bewegen sich Zellen? Wie haften Zellen aneinander?

Fragen wie diese möchten die Forscher des neuen Graduiertenkollegs "Lebende Flüssigkeiten" in den kommenden Jahren klären. Die Forscher um den Saarbrücker Professor Christian Wagner und den Grenobler Professor Chaouqi Misbah arbeiten bereits seit Jahren eng auf diesem Gebiet zusammen. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, Herzinfarkten, Lungenembolien oder Schlaganfällen besser vorzubeugen.

Im Graduiertenkolleg werden die Doktoranden intensiv betreut. Das Programm sieht unter anderem vor, dass die Nachwuchswissenschaftler einen Teil ihrer Promotion an einer der Partneruniversitäten verbringen. Während des Semesters werden sie an zwei Lehrveranstaltungen teilnehmen und ihre Arbeit einmal im Semester im Rahmen eines Seminars vorstellen. Darüber hinaus findet einmal im Jahr in Deutschland, Frankreich oder Marokko ein Workshop statt, bei dem die Jungforscher ihre Projekte präsentieren werden.

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Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist eine binationale Einrichtung und wurde 1997 anlässlich des deutsch-französischen Gipfels von Weimar gegründet. Die DFH ist ein Netzwerk von über 163 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich sowie verschiedenen Drittländern, die insgesamt über 154 integrierte binationale und trinationale Studiengänge mit jährlich ca. 6000 Studierenden anbieten. Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in den Bereichen Hochschule, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die DFH wird auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz sowie dem Auswärtigen Amt und auf französischer Seite vom Ministère des Affaires étrangères et européennes und dem Ministère de l'Enseignement supérieur et de la Recherche finanziert.

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