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In Jena entwickeln Forscher "Plattenspieler" für die DNA

Heute feiert das Institut für Photonische Technologien (IPHT) sein Projekt "Plattenspieler für die DNA" als "Ausgewählten Ort 2012". Details der Struktur von großen biologischen Molekülen, zum Beispiel DNA, Viren und Proteinen, sind nur schwer zu erkennen. Will man das Entstehen von Krankheiten und deren Bekämpfung besser verstehen, sind diese Informationen jedoch von Bedeutung.

Am Institut für Photonische Technologien in Jena kombinieren Wissenschaftler ein Rasterkraftmikroskop mit einer speziellen Spektroskopiemethode, um den Fingerabdruck¿ von Molekülen zu gewinnen. Eine mit Laserlicht bestrahlte Sonde funktioniert dabei wie die Nadel eines Plattenspielers, die die jeweilige Probe Molekül für Molekül "abtastet". Durch die Forschungsarbeit der thüringischen Wissenschaftler ergeben sich vor allem auf dem Gebiet der Medizin neue Möglichkeiten.

Die Auszeichnung nimmt Prof. Volker Decker, Leiter der Abteilung Nanoskopie am IPHT, von Dr. Tanja Zschach, Deutsche Bank, entgegen. Die Preisverleihung findet am Auftakttag des 3. International Congress on Biophotonics (ICOB) statt, der bis zum 21. Juni nationale und internationale Wissenschaftler nach Jena einlädt.

Das ausgezeichnete Projekt ist einer der Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen", der seit 2006 von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert wird. Der Wettbewerb prämiert Ideen und Projekte, die einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. Mehr Informationen zu allen Preisträgern finden Sie unter http://www.land-der-ideen.de.

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