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Institut für Molekulare Biologie eröffnet

Nach nur 15 Monaten Bauzeit wurde heute das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) feierlich an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eröffnet. Das Forschungszentrum, dessen Bau im Dezember 2009 mit dem offiziellen Spatenstich begann, ist ein Paradebeispiel gelungener Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und einer privaten Stiftung: Während die Boehringer Ingelheim Stiftung den wissenschaftlichen Betrieb des IMB mit insgesamt 100 Millionen Euro für zehn Jahre fördert, hat das Land Rheinland-Pfalz 45,5 Millionen Euro für den Bau des Instituts bereitgestellt. "Dank der großzügigen Unterstützung der Boehringer Ingelheim Stiftung hat Rheinland-Pfalz mit dem Institut für Molekulare Biologie ein neues Aushängeschild gewonnen. Wir haben gezeigt, dass wir in kürzester Zeit innovative Ideen erfolgreich umsetzen können. Diesen Erfolg wünsche ich auch dem IMB", so Ministerpräsident Kurt Beck.

Am Institut für Molekulare Biologie soll vor allem in drei Bereichen geforscht werden: Die molekulare Entwicklungsbiologie untersucht, wie Gene den komplexen Vorgang steuern, in dem sich eine befruchtete Eizelle zu einem erwachsenen Organismus entwickelt. Die relativ junge Disziplin der Epigenetik erforscht, wie Gene selbst gesteuert, also in bestimmten Zellen an- oder abgeschaltet werden, und wie sich die Genaktivität im Alter oder bei Krankheiten ändert. Die DNA-Reparatur schließlich sucht Antworten auf die Frage, wie körpereigene Mechanismen Schäden in unserer DNA reparieren, die beispielsweise zu Krebs führen können. Die Forschung von Prof. Niehrs, der 2003 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet wurde, verbindet diese drei Gebiete auf innovative Weise. Neben seiner eigenen konnte er bereits drei weitere Forschungsgruppen für sein Institut gewinnen. Prof. Dr. Christoph Cremer wird mit hochauflösender Mikroskopie Licht in die Nanostrukturen von Zellen bringen. Dr. George Reid befasst sich vor allem mit Genexpression und erforscht, wann bestimmte Gene in einem Organismus oder einer Zelle aktiv sind. Dr. Stefan Legewie untersucht, wie Gene in regulatorischen Netzwerken zusammenwirken.

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Insgesamt sollen etwa 12 Gruppen am IMB forschen. Laut Götz Scholz, Kanzler der JGU, werden bis zu 180 Arbeitsplätze an dem neuen, ca. 6000 Quadratmeter großen Forschungszentrum entstehen.

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