Leibniz-Preise 2017

Je 2,5 Mio. Euro für herausragende Arbeiten

Die neuen Trägerinnen und Träger des wichtigsten Forschungsförderpreises in Deutschland stehen fest: Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erkannte am 8. Dezember in Bonn drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftlern den Leibniz-Preis 2017 zu.

Sie waren zuvor vom zuständigen Nominierungsausschuss aus 134 Vorschlägen ausgewählt worden. Von den zehn neuen Preisträgerinnen und Preisträgern kommen jeweils drei aus den Naturwissenschaften und den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie jeweils zwei aus den Lebenswissenschaften und den Ingenieurwissenschaften. Alle zehn Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils 2,5 Mio. Euro. Diese Gelder können sie bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden. Verliehen werden die Leibniz-Preise 2017 am 15. März in Berlin.

Den „Förderpreis im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm“ der DFG für das Jahr 2017 erhalten:

  • Prof. Dr. Lutz Ackermann, Organische Molekülchemie, Georg-August-Universität Göttingen
  • Prof. Dr. Beatrice Gründler, Arabistik, Freie Universität Berlin
  • Prof. Dr. Ralph Hertwig, Kognitionspsychologie, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
  • Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner, Strukturbiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Frank Jülicher, Theoretische Biophysik, Max-Planck-Institut für Physik komplexer technischer Systeme, Dresden
  • Prof. Dr. Lutz Mädler, Mechanische Verfahrenstechnik, Universität Bremen
  • Prof. Dr. Britta Nestler, Materialwissenschaft, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Prof. Dr. Joachim P. Spatz, Biophysik, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart, und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Anne Storch, Afrikanistik, Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Jörg Vogel, Medizinische Mikrobiologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Preissumme von jeweils 2,5 Mio. Euro verliehen werden. Mit den zehn Preisen für 2017 sind bislang insgesamt 348 Leibniz-Preise vergeben worden. Davon gingen 115 in die Naturwissenschaften, 101 in die Lebenswissenschaften, 79 in die Geistes- und Sozialwissenschaften und 54 in die Ingenieurwissenschaften. Da Preis und Preisgeld in Ausnahmefällen geteilt werden können, ist die Zahl der Ausgezeichneten höher als die der Preise. Insgesamt haben bislang 374 Nominierte den Preis erhalten, darunter 326 Wissenschaftler und 48 Wissenschaftlerinnen.

Sieben Leibniz-Preisträger haben nach der Auszeichnung mit dem wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland auch den Nobelpreis erhalten: 1988 Prof. Dr. Hartmut Michel (Chemie), 1991 Prof. Dr. Erwin Neher und Prof. Dr. Bert Sakmann (beide Medizin), 1995 Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Medizin), 2005 Prof. Dr. Theodor W. Hänsch (Physik), 2007 Prof. Dr. Gerhard Ertl (Chemie) und zuletzt 2014 Prof. Dr. Stefan W. Hell (Chemie).

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