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Nobelpreis für Leuchtprotein

Für ihre Entdeckung eines grün fluoreszierenden Proteins in einer Qualle erhalten zwei amerikanische und ein japanischer Wissenschaftler den diesjährigen Nobelpreis für Chemie. Dieses GFP-Protein wird nicht nur in der medizinischen Forschung angewandt, um biologische Prozesse sichtbar zu machen, sondern auch in der Pflanzenforschung. Für die Entwicklung der modernen Biowissenschaften sei die Entdeckung des GFP-Proteins und seiner Anwendungsmöglichkeiten "zwingend erforderlich" gewesen, begründete das Nobelkomitee in Stockholm seine Entscheidung. Der Japaner Osamu Shimomura, einer der Preisträger, isolierte 1961 in der Qualle Aequorea victoria ein Protein, das bei ultraviolettem Licht grün fluoresziert. Die beiden amerikanischen Forscher Martin Chalfie und Roder Tsien fanden später heraus, dass sich dieses grün fluoreszierende Protein (GFP; green fluorescent protein) auf vielfältige Weise nutzen lässt, um die räumliche und zeitliche Verteilung eines bestimmten Proteins in Zellen oder Organismen direkt beobachten zu können. Wird das GFP-Gen mit dem Gen eines anderen Proteins gekoppelt, wirkt das GFP-Protein als Leuchtmarker für das andere, ansonsten unsichtbare Protein. Im Gegensatz zu anderen fluoreszierenden Proteinen benötigt das GFP-Protein keine weiteren Moleküle, um zu leuchten. Das UV-Licht reicht dazu aus. Zudem ist das GFP-Protein in nahezu allen Zellen nicht-toxisch und hat keine Auswirkungen auf die übrigen Vorgänge in der Zelle. Quelle: http://www.biosicherheit.de

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