Pfeiffer Vacuum Technology AG verleiht Doktorandenpreis

Auszeichnung für Teilchendetektion in Speicherringen

Pfeiffer Vacuum Technology AG hat zum ersten Mal gemeinsam mit GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH einen Doktorandenpreis verliehen. Preisträger ist Dr. Mohammad Shahab Sanjari, der den Preis für seine Promotionsarbeit über Teilchendetektion in Speicherringen erhalt.

Dr. Mohammad Shahab Sanjari nimmt den Doktorandenpreis von Pfeiffer Vacuum Vorstandsmitglied Nathalie Benedikt und GSI-Forschungsdirektor Prof. Karlheinz Langanke entgegen.

Den mit 1000 Euro dotierten Preis übergaben Nathalie Benedikt, Vorstandsmitglied der Pfeiffer Vacuum Technology AG, und GSI-Forschungsdirektor Prof. Karlheinz Langanke gemeinsam im Rahmen des GSI-Kolloquiums am 1. Juli 2014. Pfeiffer Vacuum ist Stifter des Preises, der von nun an jährlich verliehen werden soll.

Dr. Sanjari entwickelte für seine Doktorarbeit "Resonant pickups for non-destructive single-particle detection in heavy ion storage rings and first experiments" an der Goethe-Universität in Frankfurt ein neuartiges, nicht-destruktives Detektorsystem für Experimente mit gespeicherten Ionen und setzte es in ersten Experimenten am GSI-Speicherring ESR erfolgreich ein. Das neue System zeichnet sich durch eine extrem hohe Empfindlichkeit aus, die es erlaubt, die Umlauffrequenzen einzelner Ionen zu messen und dynamische Prozesse zu untersuchen. Aufgrund der exzellenten Nachweissensitivität wurde der Detektor bereits als Standarddiagnoseelement im ESR implementiert. Ein Einsatz an den Speicherringen der im Bau befindlichen Beschleunigeranlage FAIR ist ebenfalls geplant.

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Pfeiffer Vacuum und GSI verbindet eine langjährige Partnerschaft. Vakuumlösungen des Unternehmens werden seit Jahrzehnten erfolgreich bei GSI eingesetzt. Nathalie Benedikt gratulierte dem Preisträger: "Es ist für Pfeiffer Vacuum sehr wichtig, die Spitzenforschung und insbesondere den Nachwuchs zu fordern." Der GSI-Doktorandenpreis wurde in diesem Jahr erstmals für die beste Doktorarbeit des Jahres 2013 auf einem Gebiet der Forschung und technologischen Entwicklung für die zukünftige Beschleunigeranlage FAIR ausgeschrieben, die aktuell in internationaler Zusammenarbeit errichtet und an die bestehenden GSI-Beschleuniger angeschlossen wird. "FAIR lockt bereits jetzt junge Wissenschaftler aus aller Welt", sagte Prof. Langanke. "Sie leisten mit ihrer innovativen Forschung bei HGS-HIRe wichtige Beiträge zur Entwicklung der neuen Beschleunigeranlage und der Detektoren."

Teilnahmeberechtigt waren Studierende, die im Jahr 2013 promovierten und durch GSI im Rahmen der strategischen Partnerschaften mit den Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena und Mainz oder durch das F&E-Programm gefördert wurden. Aktuell arbeiten über 350 Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der Graduiertenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) an ihren Promotionsarbeiten über GSI und FAIR.

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