Positive Bilanz 2017

Deutsche Labor-Industrie: Umsatzplus von elf Prozent

Trendbericht 2018 Spectaris

Der zur Analytica erschienene „Trendreport 2018 - Analysen-, Bio- und Labortechnik“ liefert eine Übersicht über die wichtigsten Märkte, Entwicklungen und Potenziale der Branche. Danach kann die Industrie eine positive Bilanz verzeichnen.

Die deutsche Labor-Industrie zieht eine positive Bilanz: 2017 erzielten die 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik einen Umsatz von 8,71 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positive Impulse kamen und kommen dabei sowohl aus dem Inland (+ 14,5 %) als auch aus dem internationalen Geschäft (+ 7,9 %). Die Beschäftigtenzahl stieg um 2,3 Prozent auf rund 44 000 Mitarbeiter. 

„Auch für das laufende Jahr sind die Prognosen ausgesprochen gut. Wir rechnen mit einem Umsatzplus für 2018 in ähnlicher Größenordnung, was die industrielle Basis unserer Branche in Deutschland weiter stärkt“, betonte der Spectaris-Vorsitzende Analysen-, Bio- und Labortechnik Mathis Kuchejda während der Analytica-Pressekonferenz in München. „Eine wesentliche Voraussetzung dieser erfolgreichen Entwicklung ist der Fortbestand und Ausbau des freien internationalen Warenverkehrs. Hier ist die Politik gefordert, den derzeitigen protektionistischen Tendenzen einiger Länder konsequent entgegenzutreten.“

Hohe Nachfrage aus dem Ausland
Angesichts einer Exportquote von 52 Prozent ist die Nachfrage aus dem Ausland eine wichtige Basis für das Branchenwachstum. Gut 40 Prozent der deutschen Exporte von Analysen-, Bio- und Labortechnik gehen aktuell in Länder der Europäischen Union. Auf die Geschäfte mit den USA und China entfallen inzwischen 14 bzw. elf Prozent der Ausfuhren. Dank der starken regionalen Diversifizierung sind die Investitionen zur Bewältigung des Wachstums gut angelegt. Den Herstellern gelingt es, sowohl der hohen Bedeutung Europas, der USA und Chinas gerecht zu werden als auch die steigende Nachfrage zahlreicher Schwellenländer zu bedienen.

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„Einer der Gründe für die erfreuliche Branchenentwicklung ist die Vielfalt der Anwendungsbereiche der Analysen-, Bio- und Labortechnik“, bilanziert Kuchejda. Wichtige Abnehmerkanäle der Hersteller sind derzeit die Industrie, die öffentliche Hand sowie die Bereiche Pharma und Chemie. Hier werden etwa 85 Prozent des Inlandsumsatzes erwirtschaftet. Die Branche profitiert dabei von globalen Branchentrends wie der fortschreitenden Prozessoptimierung in der Industrie, der weiter steigenden Bedeutung der Themen Umwelt, Ernährung, Gesundheit oder den steigenden Anforderungen der In-vitro-Diagnostik. Auch neue Verfahren und Technologien im Bereich Biotechnologie/Life Science beleben den Markt.

Spannende Herausforderung für das Labor 4.0
„Am stärksten beeinflusst jedoch der Megatrend Digitalisierung die Branche“, erläutert Kuchejda. Die größte und spannendste Aufgabe der kommenden Jahre wird es sein, die Analysen-, Bio- und Labortechnik fit für das „Labor 4.0“ mit den Maximen Workflow-Integration, Konnektivität und Datenintegrität zu machen, damit das „Internet-of-Things“ (IoT) Einzug in die Laborwelt halten kann. Die wichtigste Anforderung ist dabei die uneingeschränkte Kommunikationsfähigkeit von einzelnen Laborsystemen. Auf dem Weg zu smarten Laborgeräten braucht die Branche einen einheitlichen Kommunikationsstandard. Auch der Bedarf nach effizienten Automatisierungs- und Robotiklösungen, die Anwendung von Machine Learning, steigende Forderungen und Standards der Kunden hinsichtlich Dokumentation und Reproduzierbarkeit sowie die zukünftige Nutzung von Augmented Reality in der Laborwelt bestimmen das aktuelle Umfeld der Unternehmen.

Der vor kurzem erschienene „Trendreport Analysen-, Bio- und Labortechnik 2018“ liefert eine Übersicht über die wichtigsten Märkte, Entwicklungen und Potenziale der Branche und ein umfassendes Portrait der deutschen Analysen-, Bio- und Labortechnik.

Der Trendreport kann unter www.spectaris.de/trendreport kostenfrei heruntergeladen werden, auch Printexemplare sind über die Internetseite bestellbar.

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