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Roche und Genentech erzielen einvernehmliche Übernahmevereinbarung

Roche (SWX: ROG.VX; RO.S) und Genentech (NYSE: DNA) haben angekündigt, dass sie heute eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet haben. Roche wird sämtliche ausstehenden Anteile der Minderheitsaktionäre von Genentech zu einem Preis von 95,00 US-Dollar je Aktie in bar oder insgesamt rund 46,8 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Sonderausschuss des Genentech-Verwaltungsrates hat die Vereinbarung gutgeheissen und empfiehlt den Genentech-Aktionären, ihre Aktien Roche anzudienen. Charles Sanders, Vorsitzender des Sonderausschusses des Verwaltungsrates von Genentech, sagte: "Wir beurteilen das Angebot, das den Genentech-Aktionären unterbreitet wird, als fair. Wir freuen uns, dass dieser Prozess zu einem erfolgreichen Ende gefunden hat und wir nun zusammen mit Roche die Transaktion baldmöglichst abschliessen können". Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident der Roche-Gruppe: "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Genentech eine Einigung erzielt haben und der Sonderausschuss den Genentech-Aktionären empfiehlt, uns die Aktien anzudienen. Wie schon früher erwähnt, bietet eine einvernehmliche Einigung den Aktionären beider Unternehmen klare und bedeutende Vorteile. Ich bin sehr erfreut, dass die intensiven Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss geführt haben. Gemeinsam wollen wir die Transaktion rasch vollziehen und so die Ungewissheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beseitigen. Somit können wir uns voll und ganz auf die Innovation und die langfristigen Projekte konzentrieren. Wir haben grossen Respekt vor unseren Kollegen bei Genentech, und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen, um noch rascher Antworten auf ungelöste medizinische Fragestellungen zu finden". Arthur D. Levinson, Präsident und CEO von Genentech: ¿Seit über 18 Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich mit Roche zusammen und möchten auch in Zukunft zu unserem gemeinsamen Ziel beitragen: Medikamente für schwer wiegende und lebensbedrohliche Krankheiten zu entwickeln. Wir freuen uns darauf, nach Abschluss der Transaktion zusammen mit unseren Kollegen bei Roche einen reibungslosen Zusammenschluss zu gewährleisten und unsere Aufgaben im Dienste der Patienten weiterzuführen¿. Severin Schwan, CEO der Roche-Gruppe: "Roche und Genentech haben das grosse Potenzial einer Partnerschaft zwischen Pharma und Biotechnologie schon sehr früh erkannt. Wir verfügen über eine einzigartige Ausgangslage, um den Erfolg der langjährigen Zusammenarbeit, die bereits erhebliche Werte für die Patienten, Mitarbeitenden und Aktionäre beider Unternehmen geschaffen hat, auszuweiten. Wir freuen uns, mit den Kollegen von Genentech zusammenzuarbeiten und einen Plan zu entwickeln, wie wir die beiden Unternehmen erfolgreich zusammenführen können". Roche wird das bestehende öffentliche Übernahmeangebot entsprechend abändern: in der Offerte wird der erhöhte Angebotspreis enthalten sein; die Finanzierungs- sowie gewisse andere Bedingungen werden aufgehoben. Das öffentliche Übernahmeangebot bleibt unter der Bedingung, dass eine Mehrheit der Minderheitsaktionäre ihre Aktien andient. Bei Erfolg des Übernahmeangebots wird Roche sofort eine Fusion als zweiten Übernahmeschritt einleiten, in dem alle verbleibenden Aktionäre automatisch und ohne weiteres Zutun ihrerseits für ihre Aktien 95,00 US-Dollar je Aktie erhalten. Roche und Genentech haben ausserdem das sogenannte Affiliation Agreement so abgeändert, dass alle Aktionäre den gleichen Preis im Rahmen des Übernahmeangebots und der Fusion erhalten können. Das Angebot endet am 25. März 2009. Bei Geschäftsschluss am 11. März 2009 wurden Roche im Rahmen der Offerte ungefähr 2,9 Millionen Aktien angedient. Die zusammengeführte Organisation wird in den USA, gemessen am Marktanteil, das siebtgrösste Pharmaunternehmen bilden. Die Erlöse werden jährlich rund 17 Milliarden US-Dollar betragen, und das Unternehmen wird im Pharmageschäft rund 17'500 Mitarbeitende allein in den USA beschäftigen, davon ungefähr 3000 im zusammengelegten Aussendienst. Die Forschung und frühe Entwicklung werden an ihrem bisherigen Standort in South San Francisco als unabhängiges Zentrum innerhalb der Roche-Gruppe weitergeführt. Dabei sollen mit den bestehenden Mitarbeitenden die Kultur und der Ansatz von Genentech, neue Moleküle zu entdecken und zu entwickeln, gewahrt bleiben. Die US-Vertriebsorganisation von Roche Pharma wird von Nutley, New Jersey, an den Genentech-Standort in South San Francisco verlagert. Die Pharma-Vertriebsorganisation des neu strukturierten Unternehmens in den USA wird unter dem Namen Genentech geführt, um die hohe Anerkennung von Genentech auf dem US-Markt nutzen zu können. Die bestehenden US-Verkaufsorganisationen beider Unternehmen werden aufrecht erhalten, was zu einer starken Marktposition in verschiedenen Spezialbereichen führt. Die Transaktion bietet die Gelegenheit, die Struktur der zusammengeführten Organisation zu vereinfachen und auf Grund der neuen Unternehmensgrösse Synergien zu erzielen. Roche hat bereits begonnen, die Aktivitäten an ihrem Standort Palo Alto zu verändern: die Forschung und Entwicklung im Bereich Virologie wird von Palo Alto nach South San Francisco verlagert. Der ebenfalls noch in Palo Alto angesiedelte Bereich Entzündungskrankheiten wird in die Forschungs- und Entwicklungsorganisation von Roche in Nutley integriert. Die Aktivitäten von Genentech in der späten Entwicklung und der Produktion werden mit den entsprechenden globalen Aktivitäten von Roche zusammengefasst. Damit werden deutliche Skalenerträge, operative Synergien und Kosteneinsparungen erreicht. Die Produktion von Roche in Nutley wird eingestellt und die unterstützenden Funktionen, wie Informatik und Finanz, werden mit jenen von Genentech zusammengelegt. Roche erwartet vom Zusammenschluss jährliche Kostensynergien von rund 750 bis 850 Millionen US-Dollar (vor Steuern). Diese Synergien werden sich vorwiegend aus der reduzierten Komplexität und wegfallenden Doppelspurigkeiten in Bereichen wie der späten Entwicklung, der Produktion, der Konzernadministration und den unterstützenden Funktionen ergeben. Die Einsparungen aus dem Zusammenschluss werden es ermöglichen, noch mehr Mittel gezielt in die Innovation zu investieren. Roche erwartet, dass die Transaktion im ersten Jahr nach Abschluss einen positiven Beitrag zum Gewinn pro Titel leisten wird. Das gemeinsame Unternehmen wird einen erheblichen freien Cashflow generieren, der es ermöglicht, die akquisitionsbedingte Verschuldung rasch abzubauen, in die Lancierung von neuen Produkten zu investieren und strategische Flexibilität zu wahren. Weitere Informationen zur Transaktion, einschliesslich der Angebotsunterlagen, finden sich unter http://www.transactioninfo.com/roche/ .

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