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Schnellster Rechner Europas in Jülich

"Simulationen auf Supercomputern bilden heute neben Experiment und Theorie die dritte Säule der Forschung, sie ermöglichen spektakuläre Einsichten in komplexe Systeme und versteckte Zusammenhänge, beispielsweise in der Klimaforschung oder den Materialwissenschaften", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Die Helmholtz-Gemeinschaft baut solche Infrastrukturen wie dieses europaweit einzigartige Kompetenzzentrum am Forschungszentrum Jülich auf, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa Ausstattung und Expertise der Fachleute für ihre Forschung nutzen können." Die Jülicher Experten stimmen sich dabei mit den beiden anderen nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Stuttgart und Garching ab, um wissenschaftlichen Anwendern durch Hardware, Software und Support ein optimales Forschungsumfeld zu bieten. Am Festakt nahmen auch Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan und der Ministerpräsident des Landes NRW Dr. Jürgen Rüttgers teil. Neben dem Superrechner JUGENE geht auch der Supercomputer JUROPA an den Start, der von Experten des Jülich Supercomputing Centre entworfen und gemeinsam mit den Partnerfirmen Bull, Sun, Intel, Mellanox und ParTec umgesetzt wurde. Er besteht aus 2208 Rechenknoten mit einer Gesamtrechenleistung von 207 Teraflop/s. Der dritte Supercomputer HPC-FF ist speziell für die europäische Fusionsforschung entworfen worden, um die Prozesse im 100 Millionen Grad hei-ßen Plasma im Innern des Fusionsreaktors ITER zu untersuchen. Finanziert wird HPC-FF von der Europäischen Kommission, der Europäischen Fusionsgemeinschaft EFDA und dem Forschungszentrum Jülich. JUROPA und HPC-FF sind technisch verwandt und lassen sich bei Bedarf zusammen betreiben.

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