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SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Frank-Walter Steinmeier zu Besuch bei der BINDER GmbH

Eine persönliche Begegnung in Berlin war die Initialzündung, jetzt folgte der SPD Fraktionsvorsitzende Dr. Frank-Walter Steinmeier der Einladung von Peter M. Binder, dem geschäftsführenden Gesellschafter der BINDER GmbH, und besuchte am 7. Oktober das Unternehmen im Tuttlinger Gewerbegebiet Gänsäcker.

Peter M. Binder begrüßte seinen Gast im Forschungs- und Entwicklungszentrum. Dr. Frank-Walter Steinmeier ließ sich von Dr. Holger von Both, dem Leiter der F&E, das Forschungs- und Entwicklungszentrum zeigen und die innovative Technik der BINDER Simulationsschränke erklären. Anschließend besichtigte die Gruppe in Begleitung der Pressevertreter unter Führung von Werksleiter Jörg Nauel die Fertigung. BINDER ist weltweit der größte Spezialist für Simulationsschränke für die Wissenschaft und Industrie. Die Produkte mit dem charakteristischen roten Dreieck sind in Kliniken und Labors ebenso im Einsatz wie zum Beispiel in der Automobilindustrie für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Dabei kann das Unternehmen im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern die fertigungstechnischen Vorteile des Serienherstellers ausspielen. In diesem Jahr hat BINDER mit einer neuen Produktionshalle sein Konzept der "lean production", der schlanken Fertigung in Fertigungszellen, umgesetzt.

Die kürzlich bezogene neue Halle hat 4000 m2 Nutzfläche. In der Endausbaustufe werden am heimischen Standort über 15000 m2 Produktionsfläche zur Verfügung stehen. Die Investition sichert langfristig 50 weitere High-Tech-Arbeitsplätze in Tuttlingen, zurzeit werden bereits 30 neue Mitarbeiter gesucht. Das neue Fertigungskonzept der "Fabrik in der Fabrik" schafft optimale Abläufe und kurze Wege und verbessert den Materialfluss. In nur fünf Jahren, so der ehrgeizige Plan, sollen 33000 Geräte pro Jahr das Werk verlassen, was eine Verdoppelung des Umsatzes bedeuten würde. Dr. Frank Walter Steinmeier zeigte sich im Gespräch mit Pressevertretern beeindruckt vom Gesehenen. Die Stärke der Volkswirtschaft könne nur erhalten werden, meinte er, wenn deutsches Engineering gefördert werde. Familienunternehmen verfolgten dieses Erfolgsrezept für die Zukunft aus eigenem Antrieb. Ihm imponiere, dass Binder rund 10 % seines Umsatzes in Forschung & Entwicklung investiere.

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Gefragt, was er sich von einer Regierung wünsche, sagte Peter M. Binder: "Wir wollen regiert werden. Wir wollen wissen, wo es hingeht. Das vermisse ich derzeit." Seit Jahren verabschiedeten Träger der Politik sich aus Berlin, es entstehe ein Vakuum, fügte er hinzu. Dr. Frank Walter Steinmeier kritisierte, die jetzige Regierung sei nur bemüht, sich am Leben zu erhalten. Es wäre besser, Kraft und Potenzial für die Bewältigung der Krise einzusetzen, die uns noch lange beschäftigen werde. In Krisenzeiten sei die Zusammenarbeit der Parteien gefragt, dafür müsse man auch einmal bereit sein, eigene Fraktionsziele zurückzustellen.

Steinmeier hob besonders die Rolle der Familienunternehmen in der Region hervor. Während Großunternehmen sich meist wenig für ihr regionales Umfeld interessierten, hätten Familienunternehmen wie BINDER eine große Verbundenheit mit der Region und übernähmen Verantwortung für die Entwicklung dort. Das zeige sich auch darin, dass sie auch in Krisenzeiten an ihren Mitarbeitern festhielten. Peter M. Binder bekräftigte: "Ein Familienunternehmen lebt in seiner Belegschaft."

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