Synthetische Mikrobiologie

Woher kommen die Treibstoffe der Zukunft?

4. SYNMIKRO-Kongress am 7. Mai in Marburg: Rund 400 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Politik diskutierten das Potenzial von Mikroorganismen für die Herstellung von Kraftstoffen und Grundchemikalien.

Forscher weltweit arbeiten mit Hochdruck an biotechnologischen Verfahren, um Kraft- und Grundstoffe künftig aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen. Während des SYNMIKRO-Kongresses "Microbial Formation of Biofuels and Platform Chemicals" am 7. Mai in Marburg präsentierten deutsche und amerikanische Wissenschaftler sowie Vertreter von Evonik, BASF und Audi ihre Konzepte.

"Um Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu senken, brauchen wir Alternativen zu fossilen Kraftstoffen. Nur so können wir unsere Mobilität und Wirtschaft nachhaltig gestalten", sagte Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI), die das Symposium gemeinsam mit dem Marburger LOEWE-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) organisiert hat. Die Fachvorträge zeigten, dass der Verkehr nicht zum Erliegen kommt, wenn fossile Rohstoffe in Zukunft knapp oder schwerer zugänglich werden.

Ideen gibt es reichlich, wie das Symposium in Marburg deutlich machte: Andrea Herold vom Chemieunternehmen BASF stellte ein Biotech-Verfahren vor, das die Ausbeute der Ölförderung steigern soll. Die meisten anderen Referenten wiederum propagierten den kompletten Verzicht auf fossile Rohstoffe: Prof. Dr. Jay Keasling von der University of California in Berkeley beispielsweise entwickelt Mikroorganismen, die den pflanzlichen Rohstoff Zellulose in Flugtreibstoffe umwandeln. Auch in der Produktion von Grundchemikalien spielen nachwachsende Rohstoffe eine immer größere Rolle, wie mehrere Vorträge zeigten.

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"Mit den SYNMIKRO-Kongressen bringen wir Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und hoffen, dass diese großartigen Ideen schnell von der Industrie umgesetzt werden", sagte Waldschmidt. Hessen zählt wegen seiner ausgezeichneten Verkehrsinfrastruktur und seiner traditionell starken Chemie- und Pharmaindustrie schon heute zu den attraktivsten Wirtschaftsregionen Europas. Klimafreundliche Treibstoffe und nachhaltige Produktionsverfahren als Alternative zur Petrochemie werden diese führende Position weiter ausbauen.

Die Hessen Trade & Invest GmbH ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes Hessen. Ihre zentrale Aufgabe ist die nachhaltige Sicherung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Technologiestandortes Hessen im innovativen, internationalen Wettbewerb. HTAI ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmen aus Hessen und solche, die nach Hessen kommen, sowie für wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Institutionen. Durch die interdisziplinäre Aufstellung und breite Vernetzung in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Hessen, Deutschland, Europa und der Welt bringt HTAI Akteure zusammen, identifiziert Trends und setzt neue Förderaktivitäten für hessische Unternehmen um. Weitere Infos unter www.htai.de.

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