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Trendwende bei Mechatronik-Sparte

Sartorius hat seinen operativen Gewinn im Jahr 2009 trotz der schwierigen gesamt wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteigert und ein operatives Ergebnis von 60,9 Mio. Euro nach 56,8 Mio. Euro im Vorjahr erzielt.

Zu dem Ergebnis trugen die beiden Sparten des Konzerns sehr unterschiedlich bei: Die Biotechnologie-Sparte wuchs dynamisch und erreichte beim operativen Gewinn ein neues Niveau. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Mechatronik-Sparte (Wäge- und Kontrolltechnik) war hingegen durch den globalen Abschwung belastet. Dennoch schaffte die Sparte im Jahresverlauf die Trendwende und schloss 2009 mit einem positiven operativen Ergebnis ab.

Für das Jahr 2010 erwartet Vorstandschef Kreuzburg (im Bild) Umsatz- und Gewinnwachstum für beide Sparten. "Ich gehe davon aus, dass die Biotechnologie-Sparte ihr starkes Wachstum aufrecht erhalten kann. Derzeit vollzieht sich in unserer wichtigsten Abnehmerbranche, der biopharmazeutischen Industrie, ein rasanter Technologiewechsel: Die Pharmahersteller stellen ihre Produktionsprozesse zunehmend von fest installiertem Edelstahl-Equipment auf Einwegprodukte aus Kunststoff um. Genau auf diese Entwicklung hat sich unsere Biotechnologie-Sparte sehr frühzeitig strategisch eingestellt und sie vorangetrieben. Wir bieten für die Herstellung von Arzneien mit Einwegsystemen inzwischen das breiteste und am besten integrierte Portfolio der Branche. Auch 2010 werden wir in diesem Marktsegment sehr interessante Produktneuheiten einführen."

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Geschäftsentwicklung im Sartorius Konzern

Der Konzernumsatz belief sich im Jahr 2009 auf 602,1 Mio. Euro (Vorjahr: 611,6 Mio. Euro) und gab damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht um 1,6 % nach (wechselkursbereinigt: -2,7 %). Der Auftragseingang lag mit 615,1 Mio. Euro etwas über dem Vorjahreswert in Höhe von 609,8 Mio. Euro (0,9 %; wechselkursbereinigt: -0,4 %).

Das operative Konzernergebnis erhöhte sich aufgrund der deutlich gestiegenen Profitabilität der Biotechnologie-Sparte gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % von 56,8 Mio. Euro auf 60,9 Mio. Euro. Die entsprechende Marge stieg von 9,3 % auf 10,1 %. Die Sonderaufwendungen, die überwiegend Rückstellungen für das Restrukturierungsprogramm in der Mechatronik-Sparte beinhalten, beliefen sich auf insgesamt 30,0 Mio. Euro. Das unbereinigte Konzern-EBITA betrug 30,9 Mio. Euro (Vorjahr: 56,8 Mio. Euro).

Der maßgebliche Konzernnettogewinn (um Sonderaufwendungen bereinigter Konzern- jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter ohne die beiden nicht- zahlungswirksamen Positionen Amortisation und Zinsaufwand für Kursgarantien) lag ebenfalls etwas über dem Vorjahresniveau bei 20,8 Mio. Euro (Vorjahr: 18,2 Mio. Euro); das entsprechende Ergebnis je Aktie beträgt 1,22 Euro (Vorjahr: 1,07 Euro). Insbesondere aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen in der Mechatronik-Sparte beträgt der unbereinigte Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter -7,3 Mio. ¿ (Vorjahr: 12,4 Mio. ¿).

Der operative Cash-Flow im Konzern erhöhte sich von 53,0 Mio. Euro auf 143,4 Mio. Euro. Die wesentlichen Bilanz- und Finanzkennzahlen lagen dementsprechend mit einer Eigenkapitalquote von 38,9 % (31.12.2008: 38,5%) und einem dynamischen Verschuldungsgrad von 2,6 auf einem insgesamt verbesserten Niveau (Vorjahr: 2,7).

Forschung & Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2009 hat Sartorius für Forschung & Entwicklung 40,2 Mio. Euro aufgewendet (Vorjahr: 43,9 Mio. Euro); die umsatzbezogene F&E-Quote lag mit 6,7% leicht unterhalb des Vorjahreswertes. Wie in der Biotechnologie will Sartorius das Produktportfolio der Mechatronik-Sparte durch gezielte Kooperationen mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie erweitern.

Zum 31.12.2009 waren im Sartorius Konzern 4323 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 337 Personen bzw. -7,2 % weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten in der Mechatronik verringerte sich von 2298 auf 1942. Die Biotechnologie-Sparte hingegen erhöhte die Mitarbeiterzahl leicht von 2362 auf 2381 zum Jahresende 2009.

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