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Viel Aufbauarbeit für die REACH-Umsetzung geleistet

Die Unternehmen der deutschen Chemieindustrie haben in den zurückliegenden fünf Jahren erhebliche Aufbauarbeit zur Umsetzung der europäischen Chemikalienverordnung REACH geleistet. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat sie dabei intensiv unterstützt. Diese Zwischenbilanz zog der VCI, da sich am 01. Juni 2012 das Inkrafttreten von REACH zum fünften Mal jährte. Dr. Gerd Romanowski, Geschäftsführer für Wissenschaft, Technik und Umwelt im VCI, erklärte zu diesem Jahrestag: "Die Chemiebranche arbeitet weiter mit Hochdruck daran, Ihre REACH-Verpflichtungen zu erfüllen. Die Unternehmen benötigen vor allem stabile Rahmenbedingungen für die weitere Umsetzung."

Im Rahmen des sogenannten REACH-Reviews prüft die EU-Kommission, ob die Chemikalienverordnung in der Praxis wie geplant funktioniert. Für diesen Prozess hat sie verschiedene Studien in Auftrag gegeben, die die eigene Analyse auf eine breite Basis stellen sollen. Die bisher veröffentlichten Ergebnisse zeigen keinen relevanten Änderungsbedarf an der REACH-Verordnung selbst. Sie geben vielmehr Hinweise zu praktischen Verbesserungen, etwa für die Zusammenarbeit von Unternehmen bei der Erstellung von gemeinsamen Registrierungsdossiers.

"Hier muss die Arbeit ansetzen, um die Umsetzung von REACH in den Unternehmen und Behörden praktikabler und kosteneffizienter zu gestalten", so Romanowski, "Dabei darf die laufende Registrierungsarbeit nicht durch neue Verschärfungen erschwert werden. Insbesondere eine Änderung der REACH-Verordnung wäre kontraproduktiv und würde bisher erzielte Fortschritte gefährden." Der VCI fordert daher ein stabiles Umfeld, damit die Chemieunternehmen sich voll auf die Erfüllung ihrer REACH-Pflichten konzentrieren können. Dazu zählt höchstmögliche Stabilität bei Interpretationen, Unternehmensprozessen und IT-Instrumenten.

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REACH verpflichtet Unternehmen dazu, bis Mai 2018 alle in Europa hergestellten oder nach Europa importierten chemischen Stoffe bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki zu registrieren, damit diese weiter genutzt werden können. In der ersten von insgesamt drei Übergangsfristen mussten bis November 2010 vor allem chemische Stoffe registriert werden, von denen mindestens 1000 Tonnen pro Jahr in Europa hergestellt oder hierhin importiert werden. Derzeit folgen bis Ende Mai 2013 Stoffe in Mengen von mindestens 100 Tonnen pro Jahr. Die über 1800 kleinen und mittleren Betriebe der Branche sind in der aktuellen Registrierungsfrist zunehmend gefordert, weil sie überwiegend im Bereich der Fein- und Spezialchemikalien tätig sind.

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