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NewsWöhler-Vereinigung tagt in Göttingen

Prof. Dr. Werner Uhl, Universität Münster, wird anlässlich der Vortragstagung der Wöhler-Vereinigung für Anorganische Chemie vom 26. bis 28. September 2012 in Göttingen mit dem Alfred-Stock-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgezeichnet. Den Wöhler-Nachwuchspreis erhält Priv.-Doz. Dr. Florian Kraus, Technische Universität München. Beide Preisträger stellen ihre aktuellen Arbeiten in Vorträgen vor.

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Uhl spricht über "Die reizvolle Funktionalität von Aluminium-Phosphor-Verbindungen", Kraus über ¿Uran- und Berylliumchemie in flüssigem Ammoniak sowie das Vorkommen elementaren Fluors in der Natur¿. Weitere Plenarvorträge behandeln Verbindungen der Bioorganometallchemie, die von medizinischem Nutzen sein können, neue Entwicklungen bei supraleitenden Materialien, Rohstoffeffizienz durch Recycling und Substitution sowie die bioinspirierte Übergangsmetallkatalyse.

Uhl hat durch hohe Experimentierkunst und fundierten analytischen Sachverstand zahlreiche Ergebnisse erzielt, die Meilensteine in der Chemie der Hauptgruppenelemente sind. Den Alfred-Stock-Gedächtnispreis erhält er in Anerkennung seiner bahnbrechenden Untersuchungen zur Synthese, Struktur und Reaktivität von molekularen Verbindungen, in denen Aluminium-Aluminium- und Gallium-Gallium-Bindungen auftreten. Zu weiteren Aluminium- und Galliumverbindungen hat er vielbeachtete Grundlagenforschung betrieben. In den letzten Jahren hat er sich zudem den wichtigen CO2-Problemen (Kohlendioxid-Aktivierung und Kohlendioxid-Speicherung) in der Grundlagenforschung zugewandt.

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Uhl, geboren 1953, studierte in Karlsruhe Chemie, wo er 1980 promovierte. Seine Habilitation erfolgte 1989 in Stuttgart. 1992 folgte er einem Ruf an die Universität Oldenburg, 1999 nahm er den Ruf an die Universität Marburg an. Seit 2004 ist er Professor am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Kraus ist ein herausragender und anspruchsvoller junger Wissenschaftler mit breitem Wissen, faszinierenden Forschungsergebnissen und überzeugendem Talent als Forscher und Lehrer. Er hat an der TU München in nur wenigen Jahren eine hochproduktive Arbeitsgruppe aufgebaut, die besonders experimentierfreudige Nachwuchswissenschaftler anzieht. Diese Arbeitsgruppe Fluorchemie wurde auch international wegen ihrer hervorragenden Arbeiten zu Aminkomplexen von Uranfluoriden und Berylliumfluoriden bekannt und erregte kürzlich durch den ersten Direktnachweis über das Vorkommen von elementarem Fluor in der Natur große Aufmerksamkeit. Die Chemie der Elemente Beryllium und Uran ist ein wenig bearbeitetes Forschungsgebiet, das an den Experimentator höchste Anforderungen stellt. Indem Kraus flüssigen Ammoniak als Lösungsmittel und Reagens wählte, hat er neue präparative und analytische Möglichkeiten erschlossen.

Kraus, 1977 in Passau geboren, studierte an der Universität Regensburg und für ein knappes Jahr auch an der University of California, San Diego, Chemie und führte seine Doktorarbeit an den Universitäten Hamburg und Regensburg durch. 2006 ging er als Wissenschaftlicher Assistent an die TU München. Seine 2008 begonnene Habilitation schloss er dort 2011 im Fach Anorganische Chemie unter dem Mentorat von Prof. Dr. Thomas Fässler ab.

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