Zeiss weiter auf Wachstumskurs

Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wirken

Die Zeiss Gruppe schließt die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015/16 (Halbjahresstichtag: 31. März) mit einem Umsatzplus ab: Der Umsatz steigt um 5 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,322 Mrd. Euro (1. Halbjahr 2014/15: 2,206 Mrd.). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 280 Mio. Euro knapp 90 Mio. über dem Vorjahreswert (191 Mio. Euro).

Zeiss weiter auf Wachstumskurs – Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, gab am 29. April die Zahlen des ersten Geschäftshalbjahrs 2015/16 bekannt.

„Die erste Geschäftsjahreshälfte lief insgesamt gut. Insbesondere in den Sparten Medical Technology und Research & Quality Technology konnten wir bisher kräftig gegenüber dem Vorjahr zulegen“, sagte Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. „Zudem zeigen die eingeleiteten Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit positive Wirkungen. Diese werden wir weiter fortführen, um so unsere vielfach führende Position behaupten und ausbauen zu können.“

Unterschiedliche Entwicklung der Sparten

Die Sparte Research & Quality Technology – sie umfasst die Unternehmensbereiche Industrial Metrology und Microscopy – kann in Summe wachsen: Während sich Microscopy auf Vorjahresniveau bewegt und das angestrebte Umsatzziel noch nicht erreicht, profitiert Industrial Metrology deutlich von einer erhöhten Nachfrage in nahezu allen Produktsegmenten.

Medical Technology kann ihre Position im sich dynamisch entwickelnden Gesundheitsmarkt erneut auf hohem Niveau ausbauen. Die Sparte Vision Care / Consumer Optics verbucht insbesondere durch erfolgreiche Produktneuanläufe bei den Markengläsern und bei Camera Lenses einen kräftigen Umsatzzuwachs.

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Der Umsatz von Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) geht aufgrund der schwachen Nachfrage auf dem Halbleitermarkt wie erwartet zurück. Vermehrt zeigen sich jedoch positive Signale bezüglich der EUV-Technologie. Die Chiphersteller äußern sich übereinstimmend positiv über die erreichte Strukturierungsleistung der EUV-Scanner.

Kennzahlen

Zeiss erzielt knapp 90 % seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Besonders erfolgreich ist Zeiss in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 in der Region Asien/Pazifik (APAC) mit einem Umsatz von 548 Mio. Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahr (460 Mio.).

Zeiss wendet rund 9 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung auf. Im ersten Halbjahr 2015/16 sind das 207 Mio. Euro (1. Halbjahr 2014/15: 221 Mio.).

In Sachanlagen investiert Zeiss im Berichtszeitraum 54 Mio. Euro (1. Halbjahr 2014/15: 58 Mio.). Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von 76 Mio. Euro gegenüber (1. Halbjahr 2014/15: 74 Mio.).

Die Nettoliquidität liegt zum Stichtag 31. März 2016 bei 544 Mio. Euro und damit um 170 Mio. über dem Wert zum Geschäftsjahresschluss 2014/15 (30.9.2015: 374 Mio.).

Der Free Cashflow beläuft sich auf 355 Mio. Euro (1. Halbjahr 2014/15: 165 Mio.).

Mitarbeiter

Zum Halbjahresstichtag (31. März 2016) beschäftigt Zeiss weltweit 25310 Mitarbeiter. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau (31. März 2015: 25287).

Ausblick: anspruchsvolle Ziele für 2015/16

Die wirtschaftlichen Prognosen für die relevanten Märkte und Regionen bleiben unverändert komplex und volatil. Trotz abnehmender Wachstumsdynamik in den Schwellenländern und einer vorerst weiteren Stagnation im Halbleitermarkt rechnet Zeiss auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres mit weiterem Wachstum: „Durch unsere konzernweiten Programme zur Wettbewerbssteigerung konnten wir unsere ambitionierten Ziele im ersten Halbjahr erreichen. Weil wir weiter konsequent unsere Kostenstrukturen und unsere Effizienz optimieren, gehen wir 2015/16 insgesamt von einem leichten Umsatzplus und einer leicht gesteigerten EBIT-Rendite aus“, so Kaschke.

Potenzial in Wachstumsmärkten

„Mit unserer Innovationskraft erleben wir die zunehmende Digitalisierung als große Chance, um besonders in den Bereichen Gesundheit und Industrie 4.0 neue Wachstumsmärkte zu besetzen und zu gestalten“, sagte Kaschke und bekräftigte seine Wachstumserwartungen. Die Digitalisierung ermögliche auch, die Bedürfnisse der Kunden noch stärker zu fokussieren.

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