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Zellkultur leicht gemacht - InnoCyte GmbH findet weitere Investoren

Die InnoCyte-Gründer Dr. Michael Fritsche (links) und Roland Huchler.

Insgesamt drei namhafte Investoren konnte die InnoCyte GmbH für sich gewinnen: In einer ersten Finanzierungsrunde haben der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) - im Rahmen des Seedfonds Baden-Württemberg - und Fraunhofer Venture die Kapitaleinlagen der jungen GmbH um einen hohen sechsstelligen Betrag erhöht. Ziel ist, das Wachstum zu forcieren und die Technologie weiter voran zu bringen.

Die InnoCyte GmbH hat eine Technologie entwickelt, die die Produktion von biologischen Zellen standardisiert, automatisiert, beschleunigt und somit erheblich vereinfacht und verbilligt. Die Zellproduktion als solche ist ein Schlüsselprozess in der biologischen und medizinischen Forschung, etwa bei der Entwicklung von Medikamenten ("Pharma Screening") oder beim Erzeugen von künstlichem Gewebe ("Tissue Engineering").

Bislang erfolgte die Zellproduktion in mühevoller Handarbeit, war fehleranfällig, zeit- und kostenintensiv. Zugleich hängen die Aussagekraft zellbasierter Versuchsreihen und die Sicherheit von künstlichen Geweben vor allem von der Reproduzierbarkeit des Zellmaterials ab. Die Technologie von InnoCyte soll es den weltweit ca. 40000 Zellkulturlabors ermöglichen, den zentralen Routine-Prozess der "Passage" künftig mit einem Bruchteil des gewohnten Aufwands zu erledigen.

"Unser Gerät namens Split.It ist ein standalone Benchtop-Gerät, das auf jeden Labortisch passt", so Dr. Michael Fritsche, der als erfahrener Molekularbiologe die Produktentwicklung betreut. "Es ist preiswert, arbeitet genau, ist nahezu wartungsfrei und wird die Arbeit mit Zellen erleichtern, wenn nicht sogar revolutionieren", erklärt Dr. Fritsche weiter. Dieser Ansicht war auch Fraunhofer Venture, die die Gründungsidee von Anfang an unterstützt hat. "Wir waren stets davon überzeugt, dass unser Spin-off aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA mit der automatisierten Zellproduktion auf sehr große Nachfrage stoßen wird. Deshalb haben wir uns bereits bei Gründung an der InnoCyte GmbH beteiligt und freuen uns nun besonders über die gelungene Finanzierungsrunde", betont Matthias Keckl von Fraunhofer Venture.

Der Markteintritt von Split.It erfolgt im Sommer 2013. Im Laufe der nächsten Jahre soll Split.It dann nach und nach um verschiedene weitere Geräte rund um die automatisierte Zellkultur ergänzt werden, sodass eine komplette Produktfamilie entsteht. Dr. Matthias Dill, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds, ist überzeugt: "Mittels der individuellen Vernetzung der aufeinander abgestimmten Einzelgeräte kann eine durchgängige Prozesskette realisiert werden, die sowohl die notwendige Flexibilität der Labors aufrecht erhält als auch die Reproduzierbarkeit der Zellproduktion sicherstellt." Die Technologie ermöglicht es somit, den Durchsatz und die Ergebnisqualität der Zellkulturlabors zu erhöhen und gleichzeitig Personal- und Infrastrukturkosten gering zu halten.

Gegründet wurde die InnoCyte GmbH im Sommer 2011. Es folgten der Bau eines Labormusters ("proof of principle"), Marken- und Patentanmeldung, Messeauftritte, mehrere erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen, die Erstellung des Businessplans - und die tägliche Arbeit an der Entwicklung des serienreifen Geräts. Im Herbst 2012 wurden High-Tech Gründerfonds und MBG als Investoren gewonnen. "Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, an die Öffentlichkeit zu gehen", so Roland Huchler, Geschäftsführer und Gründer von InnoCyte. "Wir danken unseren Kapitalgebern und freuen uns auf die nächsten Schritte, die nun, ganz wie im Businessplan vorgesehen, umsetzbar sind."

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