Projekt imPACts

Forschungsnetzwerk für Prozessanalytik

Das Projekt imPACts ist ein Netzwerk für die Prozessanalytik – geleitet von der Recendt GmbH, Linz, einer Forschungsbeteiligung der Upper Austrian Research GmbH. Das Projekt startete im September. Mit einem Budget von etwa 6,7 Mio. Euro soll in den nächsten vier Jahren an Verbesserungen für industrielle chemische und biochemische Prozesse gearbeitet werden.

Projekt imPACts

Chemische und biochemische Prozesse zuverlässig zu analysieren, genau zu verstehen und zielgerichtet zu verbessern, das ist das Ziel des kürzlich gestarteten Projekts imPACts. Zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen arbeiten im Rahmen von imPACts mit international tätigen Industrieunternehmen zusammen, um neue prozessanalytische Messtechniken zu entwickeln.

Feierliche Projekt-Eröffnung
Am 13. Oktober dieses Jahres wurde in den Veranstaltungsräumen der Johannes Kepler Universität Linz das K-Projekt imPACts feierlich eröffnet. Knapp 80 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der Partner und Fördergeber sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft, nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Auch einige Ehrengäste, u.a. Forschungslandesrätin Maga Doris Hummer, JKU-Vize-rektorin Univ.-Prof. Dr. Gabriele Anderst-Kotsis, TU Wien, Institutsvorstand Univ.-Prof. Dr. Anton Friedl und Dr. Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer Upper Austrian Research (UAR), folgten der Einladung. Auch FFG-(Forschungsförderungsgesellschaft-)Programmleiter Otto Starzer gratulierte dem Konsortium zum gelungenen Projektantrag und würdigte die hochkarätige Arbeit des Forschungsnetzwerks PAC.

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Gut gelaunt bei der Eröffnung des Projekts imPACts (von links): Recendt-Geschäftsführer Dr. Peter Burgholzer, Ao.Univ.-Prof. Dr. Bernhard Lendl, UAR-Geschäftsführer Dr. Wilfried Enzenhofer, OMV Innovationsmanager Dr. Walter Böhme, Landesrätin Mag. Doris Hummer, Vizerektorin Prof. Dr. Gabriele Anderst-Kotsis, Institutsvorstand Prof. Dr. Anton Friedl, wissenschaftlicher Leiter Dr. Markus Brandstetter und imPACts-Konsortialführer Robert Holzer. (Bild: Roland Pelzl / cityfoto)

Im Rahmen des zweistündigen Vortragsprogramms wurden das Projekt und die Ziele vorgestellt und auf den klaren Nutzen des Projekts für die Industrie hingewiesen. „Prozessanalytik hilft Unternehmen, die Kosten für Prozesszeiten, Rohstoffe und Energie zu reduzieren und trägt somit zur Absicherung der Konkurrenzfähigkeit am Industriestandort Österreich bei“, betonte Konsortialführer Robert Holzer von der Recendt GmbH. Highlight des Abends war eine Keynote-Speech von OMV-Innovationsmanager Dr. Walter Böhme, der über Standortsicherung durch Forschung sprach.

19 Partner, 6,7 Millionen Euro Budget
imPACts ist ein Projekt des Österreichischen Forschungsnetzwerks für Prozessanalytik (PAC). Dieses hat sich im Rahmen des Vorgänger-Projekts „PAC“ (Process Analytical Chemistry) geformt. Der Projekttitel imPACts steht für „Industrial Methods for Process Analytical Chemistry – From Measurement Technologies to Information Systems“. In den kommenden vier Jahren sollen neue prozessanalytische Messtechniken zur Optimierung von Produktionsprozessen entwickelt werden. Prozessmodellierungen sollen optimiert werden und können somit zur möglichst autarken, autonomen Regelung und Optimierung der Produktionsprozesse in die Prozessleitsysteme übergeben werden.

Elf Unternehmenspartner und acht wissenschaftliche Partner arbeiten in dem Projekt zusammen, das über ein Budget von 6,7 Mio. Euro für die Laufzeit von vier Jahren verfügt.

imPACts – das Projekt im Detail
Die Methoden, die in imPACts angewandt werden sind vielfältig: „Wir beschäftigen uns unter anderem mit spektroskopischen Methoden, mit denen man die Abläufe während des chemischen Prozesses direkt im Reaktor beobachten kann“, erklärt Robert Holzer. Im neuen Projekt sollen nicht nur Standardmethoden verbessert, sondern auch neue Analysenmethoden entwickelt werden.

Ziel ist es auch, eine völlig neue Software-Umgebung zu schaffen, mit deren Hilfe die Unternehmen selbständig in der Lage sein sollen, die im Projekt entwickelten modellbasierten spektroskopischen, automatischen Messsysteme auch auf lange Sicht selbst warten und betreiben zu können – das Stichwort dazu ist CMLCM: Computational Model Life Cycle Management.

Die Bandbreite an Branchen, für die Lösungen erarbeitet werden, ist sehr groß. Die beteiligten Industrieunternehmen decken unterschiedlichste Anwendungsfelder ab: Gummimischungen für Fahrzeugreifen genauso wie Stahlmischungen, Lebensmittel (z.B. Bier), Pharmazeutika, Harzchemie, Viskosefasern und Raffinerieprodukte.

Auch bei den eingesetzten Analysenmethoden ist das Projekt breit aufgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Infrarot-Spektroskopie, aber auch Methoden wie Raman-Spektroskopie, LIBS (Laser Induced Breakdown Spectroscopy), QCL (Mid-infrared Quantum Cascade Lasers), MEMS (Micro Electro-Mechanical Systems), PEIM (Photothermal Expansion Imaging), THz- und NMR-Spektroskopie kommen zum Einsatz.

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