Trends

Personalausbau und Investitionen geplant

Diagnostica-Industrie rechnet 2012 mit Wachstum

Der Deutsche Diagnostica-Markt wächst 2011 um rund 2,1 % auf 2,188 Mrd. Euro. Diese vorläufige Einschätzung hat der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH, Internet: www.vdgh.de) bekannt gegeben. Basis sind die Umsatzzahlen der ersten drei Quartale 2011. Eine Umfrage, die der Verband Ende 2011 unter seinen Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Labordiagnostik und Schnelltests durchführte, zeigt: Mehr als drei Viertel (78,3 %) der Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen, das sind 6 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich ist der Anteil der Firmen, die mit einem schwächeren Geschäft rechnen, gegenüber den Branchenerwartungen von 2011 leicht gesunken. Dieser neugewonnene Optimismus spiegelt sich auch in der Personal- und Investitionsplanung wider: Mehr als die Hälfte der Firmen (56,6 %) wollen ihr Personal aufstocken, ein Drittel will den Personalstand halten, lediglich 11 % kündigen Personalabbau an. Aktuell sind 20700 Mitarbeiter in der Diagnostica-Industrie beschäftigt.

Bei den Investitionen sehen 40 % der befragten Unternehmen neue Spielräume, 45 % wollen genauso viel investieren wie im Vorjahr. Dagegen beträgt der Anteil derjenigen Firmen, die ihre Investitionen deutlich reduzieren, nur 2 %. Die für 2012 geplanten Forschungsausgaben zeigt die nebenstehende Grafik.

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Dennoch sind diese Ergebnisse für den Verbandschef kein Grund für Enthusiasmus: „Während Deutschlands Diagnostica-Sparte EU-weit ein Fünftel des Umsatzes realisiert, spielt sie – gemessen an ihrer Wachstumsdynamik – bislang nur im hinteren Mittelfeld mit“, kommentierte VDGH-Vorstandsvorsitzender Matthias Borst. Was bremst einen Markt mit so viel Potential? Die befragten VDGH-Mitgliedsunternehmen gaben an, zum einen mit den enormen Konsolidierungs- und Konzentrationsprozessen auf Seiten der Laborketten zu kämpfen. Auch der Trend der Krankenhäuser, ihre Labore auszugliedern und Laboraufträge an Dritte zu vergeben, wurde genannt. „Mit diesen Marktanforderungen muss unsere Industrie zurechtkommen“, sagte Borst. „Was wir jedoch nicht beeinflussen können sind externe Eingriffe in die Rahmenbedingungen wie z.B. Laborbudgetierung in der vertragsärztlichen Versorgung.“

Als wichtiges Hemmnis benennt die Branche langwierige Aufnahmeverfahren zur Erstattung von Laborinnovationen in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

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