Zellregulation und Proteine
Schneller Nachweis unter physiologischen Bedingungen
In Kombination mit CRISPR/Cas9 ermöglicht das neue HiBiT-System die gezielte Markierung von Proteinen zur Analyse der Zellregulation. Im Gegensatz zu herkömmlichen Proteinmarkierungs- und Nachweisverfahren sind keine zeitintensiven Klonierungs- und Waschschritte notwendig. Der Nachweis HiBiT-markierter Proteine erfolgt innerhalb von 10 min.
Das HiBiT-System wird für unterschiedliche Fragestellungen aus dem Bereich der Tumor-, Rezeptor- und Infektionsforschung angewandt. Prof. Dr. Julien Sebag von der medizinischen Universität Iowa etwa forscht an den molekularen Mechanismen des Appetitsgefühls und analysiert insbesondere die Signalkaskade bestimmter G-Protein-gekoppelter Rezeptoren (GPCR). Sebag bezeichnet das HiBiT-System als „Durchbruch für die Messung des Protein-Trafficing“. Prof. Dr. Samuel Wagner (Universität Tübingen) verwendet das HiBiT System zur Untersuchung bakterieller Sekretions- und Infektions-Mechanismen. Er unterstreicht: „HiBiT ist eine bahnbrechende Technologie, um geringe Mengen bakteriell sekretierter Proteine sowohl räumlich als auch zeitaufgelöst zu analysieren.“
Die HiBiT-Technologie ist auf das gesamte Proteom anwendbar und qualifiziert sich aufgrund seiner einfachen Handhabung und Sensitivität für Hochdurchsatzanalysen, wie sie in der funktionellen Proteomik benötigt werden.











