Stammzellentherapie statt Operation

Regenerative Medizin in der Herzchirugie

Das Zentrum für Regenerative Medizin (ZRM) an der Universität Zürich befasst sich mit minimalinvasiver Herzchirurgie sowie die Therapie mittels Tissue Engineering, also dem Züchten von Gewebe- und Zellverbänden.

Am Zentrum für Regenerative Medizin ZRM, Zürich, kommen CO2-Inkubatoren der Firma Binder zum Einsatz.

Die herzchirurgische Forschung hat in den letzten Jahrzehnten einen Quantensprung vollzogen. Während früher beispielsweise ein Herzklappendefekt einem Todesurteil gleichkam, stellt die Herzklappenoperation inzwischen einen Routineeingriff dar. Heute umfasst das Forschungsspektrum neben den konventionellen Verfahren viele innovative Themen wie minimalinvasive Operationstechniken, Materialwissenschaften, Molekularbiologie oder auch die regenerative Medizin.

Das Zentrum für Regenerative Medizin (ZRM) an der Universität Zürich hat es sich zum Ziel gemacht, die Grundsätze dieser Technologien für neuartige Therapiemöglichkeiten zu nutzen. Es verbindet dabei Bereiche der biomedizinischen Grundlagenforschung und der klinischen Forschung. Aktuelle Schwerpunkte des ZRM sind die minimalinvasive Herzchirurgie sowie die Therapie mittels Tissue Engineering, also dem Züchten von Gewebe- und Zellverbänden in vitro und anschließender Zelltransplantation. Es besteht zum einen die Möglichkeit, dem Patienten körpereigene Stammzellen zu entnehmen und diese direkt in das geschädigte Gewebe zu transplantieren. Aber auch lebendes Gewebe, beispielsweise neue Herzklappen oder Blutgefäße, können mittels Stammzellen im Labor gezüchtet werden.

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Das ZRM gehört zum Zentrum für klinische Forschung und wird vom Universitätsspital Zürich und der Universität Zürich gemeinsam getragen. Die Europäische Zulassungsbehörde erteilte die Forschungserlaubnis nur unter Erfüllung strengster Sicherheitsauflagen. Da kein Labor in Zürich diesen Auflagen entsprach, entstand 2011 mit großem Aufwand das Zentrum für regenerative Medizin. „Eine hochspezialisierte Infrastruktur ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche klinische Translation der Forschungsresultate im Bereich Tissue Engineering und Regenerative Therapien“, erklärt Dr. Martin Kayser, Leiter GMP am Zentrum für regenerative Medizin.

Für den Prozess der Stammzellenvermehrung werden am ZRM CO2-Inkubatoren des Herstellers Binder eingesetzt. Die Inkubatoren können sich mittels Heißluftsterilisation quasi über Nacht selbst sterilisieren. Weltweit einzigartig ist laut Binder der fest installierte, hitzesterilisierbare CO2-Sensor der Geräte. „Der Sterilisationszyklus des CO2-Inkubators von Binder entspricht genauestens den Anforderungen der Europäischen Pharmakopöe. Somit ist das Risiko der Kontaminationen der Zellkultur auf ein absolutes Minimum reduziert“ so Kayser. Das Gerät verfügt zudem über ein patentiertes Luftmantelsystem. „Die kurzen Erholzeiten von Temperatur und CO2-Gehalt nach der Türöffnung und die gleichmäßige Temperaturverteilung sorgen für sehr gute Reproduzierbarkeit der Zellvermehrung,“ erläutert Kayser.

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