Schnelle Isolierung von Tumorzellen

Separation aus Primärproben

Mit dem neuen Tumor Cell Isolation Kit bietet Miltenyi Biotec erstmals die Möglichkeit der Anreicherung von unmarkierten Tumorzellen aus primären humanen Tumoren.

EpCAM-positive humane Brustkrebszellen wurden aus einer heterogenen Probe menschlicher Zellen mit Hilfe des Tumor Cell Isolation Kits, einer LS-Säule und des QuadroMacs-Separators isoliert sowie daraufhin für sieben Tage kultiviert. Nach der Fixierung wurden die Fibroblasten (Vimentin, rot) und Tumorzellen (EpCAM, grün) gefärbt. Zellkerne wurden mit DAPI (blau) gefärbt. Originalfraktion vor der Zellseparation (links). Negative Fraktion (Tumorzellen) nach der Zellseparation (rechts). © 2015 Miltenyi Biotec.

Die isolierten Zellen können so direkt kultiviert bzw. für biochemische, physiologische, pharmakologische und morphologische Untersuchungen verwendet werden. Anwendung findet das in dieser Form neuartige Kit insbesondere in der Wirkstoff- und Krebsforschung. Konzipiert wurde das Tumor Cell Isolation Kit, welches auf der Macs®-Technologie basiert, vor allem, um eine schnelle und einfache Methode zur Separation der menschlichen Tumorzellen von menschlichen Nicht-Tumorzellen aus Primärproben zu ermöglichen.

Während der Wachstumsphase des Tumors wird dessen Gewebe durch Nicht-Tumorzellen wie Fibroblasten, Leukozyten und Endothelzellen infiltriert. Das Ausmaß der Infiltration ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. der Tumor-Wachstumsrate, aber auch dem betroffenen Organ. Die dadurch entstehenden heterogenen Gewebe erschweren die genaue und reproduzierbare Analyse der Zellen.

Steigerung der Empfindlichkeit
Durch die Isolierung von Tumorzellen kann unter anderem die Empfindlichkeit und die Genauigkeit bei der Hybridisierung mit Microarrays erhöht werden. Des Weiteren verbessert sich die Sensitivität bei NGS-Experimenten oder Proteomanalysen deutlich, da irrelevante Signale durch Zellkontaminationen entfallen.

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Zusätzlich kann durch die Anwendung des Tumor Cell Isolation Kits und die damit einhergehende Isolierung der Zellen die Überwucherung von primären Tumorzellen durch Fibroblasten in der Zellkultur vermieden werden.

Prinzip der Macs®-Technologie
Zuerst werden die Nicht-Tumorzellen durch einen Cocktail aus monoklonalen Antikörpern, welche mit Macs®-MicroBeads konjugiert sind, magnetisch markiert. Diese Zellsuspension wird auf eine Macs-Säule gegeben, die in dem Magnetfeld eines Macs-Separators platziert ist. Die nicht-markierten humanen Tumorzellen durchlaufen diese Säule, während die markierten Nicht-Tumorzellen in der Säule magnetisch zurückgehalten werden.

Im Ergebnis erhält man reine Tumorzellen zur weiteren Analyse oder Zellkultivierung.

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