Helmholtz International Fellow Award

Britische Zellbiologin Prof. Amanda Fisher wurde geehrt

Die britische Zellbiologin Prof. Amanda Gay Fisher vom Imperial College (ICL) London ist mit dem Helmholtz International Fellow Award geehrt worden. Sie ist eine von sieben herausragenden Forscherinnen und Forschern aus dem Ausland, die den mit jeweils 20 000 Euro dotierten Preis der Helmholtz-Gemeinschaft erhalten haben.

Prof. Amanda Gay Fisher. (Photo / Copyright: Imperial College, London)

Damit verbunden sind Einladungen zu Forschungsaufenthalten an einem oder mehreren Helmholtz-Zentren. Mit der Auszeichnung möchte Prof. Fisher vor allem ihre bereits mit dem Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch bestehende Zusammenarbeit vertiefen.

Im Mittelpunkt der Forschungen von Prof. Fisher steht die Genregulation, ein fundamentaler Lebensprozess, der jede biologische Funktion einschließlich der Zellteilung, Zelldifferenzierung und Regeneration steuert. Prof. Fisher, die seit den 1980er Jahren in der Forschung tätig ist, hat sich auf diesem Gebiet international einen Namen gemacht. Dazu gehören ihre grundlegenden Erkenntnisse über den Krankheitsmechanismus des AIDS-Virus HIV und über die Regulation einiger HIV-Gene.

Prof. Fisher gilt auch als Expertin für die epigenetische Genregulation, bei der molekularbiologische Informationen, die nicht in der DNA enthalten sind, bestimmen, welche Gene angeschaltet werden und welche stumm bleiben. Sie arbeitet auch über die Entwicklung der T-Zellen des Immunsystems und über embryonale Stammzellen.

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Prof. Fisher leitet das MRC (Medical Research Council) Clinical Sciences Centre (CSC), das Teil des Institute for Clinical Sciences (ICS) am Imperial College London ist. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH), welches das MDC und die Charité – Universitätsmedizin Berlin 2013 gegründet haben. Diese Einrichtungen wollen innovative biomedizinische Forschung in die klinische Forschung übertragen und verfolgen auch einen ganzheitlichen, systemmedizinischen Forschungsansatz.

Für ihre außerordentlichen Verdienste in der biomedizinischen Forschung wurde Prof. Fisher 2014 zum Mitglied der Royal Society gewählt. 2010 erhielt sie den „Women of Outstanding Achievement in SET (Science, Engineering & Technology) Award“, 2003 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Medizinischen Wissenschaften von Großbritannien gewählt und 2002 erhielt sie die Goldmedaille der Europäischen Molekularbiologischen Organisation (EMBO).

Zusammen mit den Preisträgern dieser Auswahlrunde haben seit 2012 inzwischen 43 Fellows den Helmholtz International Fellow Award erhalten.

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