Organometallic Chemistry Award 2015

Erneute Auszeichnung für Todd B. Marder

Todd B. Marder, Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Chemie der Universität Würzburg, hat den „Organometallic Chemistry Award 2015“ der Royal Society of Chemistry erhalten. Die Gesellschaft zeichnet ihn damit für seine Arbeiten auf dem Gebiet der metallorganischen Chemie aus.

Todd B. Marder, Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Chemie der Universität Würzburg. (Foto: privat)

Die Originalität und Bedeutung ihrer Arbeiten sowie deren Qualität – gemessen an der Zahl der Publikationen und Zitationen: Diese Kriterien legt die Royal Society of Chemistry zu Grunde bei der Auswahl ihrer Preisträger. Anerkannt werden auch die Fähigkeit zur Teamarbeit über die verschiedenen Teilgebiete der Chemie hinweg und das Bestreben, erfolgreiche Kollaborationen zu initiieren.

In all diesen Bereichen hat sich Prof. Todd B. Marder nach Aussage der Gesellschaft in besonderer Weise ausgezeichnet. Deshalb hat sie ihm jetzt den Organometallic Chemistry Award 2015 verliehen. Der Preis ist mit 2000 Pfund – umgerechnet rund 2700 Euro – dotiert. Marder ist seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Todd B. Marders Forschungsgebiet
Todd B. Marder ist bekannt für seine international führenden Pionierarbeiten in der metallorganischen Chemie. Dazu zählen grundlegende Untersuchungen zu Synthese, Struktur und Bindungsverhältnissen sowie den photophysikalischen Eigenschaften metallorganischer Verbindungen, aber auch deren Anwendung in der homogenen Katalyse und in den Materialwissenschaften. Besonders hervorzuheben sind seine bahnbrechenden Arbeiten zu Übergangsmetallborylkomplexen und deren Anwendung in der Metall-vermittelten Borylierung.

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„Unsere Preisträger zählen zu den Besten auf ihren jeweiligen Fachgebieten. Sie können stolz darauf sein, in einer Reihe mit einigen der einflussreichsten und bedeutendsten Wissenschaftlern der Welt zu stehen“, erklärte Dr. Robert Parker, Vorsitzender der Royal Society of Chemistry bei der Bekanntgabe der neuen Preisträger. „In einer komplexen und sich ständig verändernden Welt sind die Erkenntnisse aus der Chemie unabdingbar, um auf die größten Herausforderungen für die Menschheit Antworten zu finden“, so Parker weiter. Die Preisträger stünden in vorderster Front, wenn es darum geht, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Zur Person
Todd B. Marder studierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an der University of California at L.A. (UCLA), Postdoktorate absolvierte er an der University of Bristol (Großbritannien) und am DuPont Forschungszentrum in Wilmington, USA. Nach einer Professur an der kanadischen University of Waterloo und der Übernahme eines Lehrstuhls an der University of Durham (Großbritannien) wurde er 2012 auf den Würzburger Lehrstuhl berufen.

Mehr als 275 Einträge finden sich in der Liste mit Marders Veröffentlichungen. Rund 14000 Mal wurden seine Arbeiten bislang zitiert. Darüber hinaus ist der Chemiker gern geladener Redner bei Konferenzen, an Universitäten und in industriellen Forschungseinrichtungen. Erst vor Kurzem wurde er zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Dank an Mentor und Mitarbeiter
In einer ersten Reaktion nach der Bekanntgabe dankte Todd B. Marder seinem ersten Betreuer, Prof. Alan Davison – einem geduldigen und inspirierenden Mentor, der ihm das Gebiet der metallorganischen Chemie nahe gebracht habe. Darüber hinaus dankte Marder „all meinen Studierenden, Postdocs und Kollegen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe“. Ihre jahrelangen Anstrengungen hätten diese Auszeichnung möglich gemacht.

Die Royal Society of Chemistry
Die Royal Society of Chemistry ist nach eigenen Angaben die weltweit führende Gesellschaft von Chemikern. Mit einer 170 Jahre überdauernden Geschichte, mehr als 53000 Mitgliedern und einem weltumspannenden Netzwerk sei sie „Großbritanniens professionelle Gesellschaft für Wissenschaftler aus dem Bereich der Chemie“.

Kontakt:
Prof. Todd B. Marder
Lehrstuhl für Anorganische Chemie
E-Mail: todd.marder@uni-wuerzburg.de

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