Global betrachten: Lebensmittelsicherheit

BfR-Summer-Academy bringt Risikoexperten zusammen

Zum sechsten Mal veranstaltet das Bundesinstitut für Risikobewertung seine jährliche BfR-Summer Academy. Das europäische System der Risikobewertung soll weltweit verbreitet, Standards sollen harmonisiert werden.

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Weltweit importieren und exportieren die meisten Staaten Lebens- und Futtermittel in größerem Ausmaß. Gleichzeitig nimmt die Vielfalt von Lebensmitteln stetig zu, so dass auch die Anforderungen an die wissenschaftliche Bewertung und Kommunikation möglicher gesundheitlicher Risiken steigen. Die hohen europäischen Standards, die Vorschriften und das Wissen hinsichtlich der Qualität, Sicherheit und Hygiene von Lebensmitteln sind daher von besonderem Interesse, wenn es darum geht, global gehandelte Produkte sicherer zu machen. Die BfR-Summer Academy trägt dazu bei, das europäische System der Risikobewertung weltweit zu verbreiten und die Standards international zu harmonisieren.

Lebensmittelsicherheit global betrachten

In diesem Jahr findet die BfR-Summer Academy vom 3. bis zum 14. Juli 2017 statt. 34 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika setzen sich mit den Themen Risikobewertung und Risikokommunikation auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit auseinander. „Aufgrund der weltweiten Warenströme muss auch die Lebensmittelsicherheit global betrachtet werden“, erläutert BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei der BfR-Summer Academy arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deshalb vernetzt miteinander und erfahren mehr über das europäische System der Risikobewertung und Risikokommunikation.“

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Die BfR-Summer Academy soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzen, nicht nur selbst Risikobewertungen durchzuführen, sondern dieses Wissen auch in ihrer Heimat weiterzugeben. In der ersten Woche werden dazu Grundlagen der Bewertung von Risiken sowie ein Einblick in die deutschen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Ausmaß und Relevanz eines gesundheitlichen Risikos verbrauchergerecht zu kommunizieren. Ein Themenblock widmet sich der Frage, wie die Exposition gegenüber Stoffen berechnet und bewertet wird. In der zweiten Woche stehen unter anderem Workshops zur Bewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen und Kontaminanten auf dem Programm.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus zwanzig Staaten, darunter Cabo Verde, China, Irland, Kolumbien, die Niederlande, Saudi Arabien, Südkorea, Taiwan und Uruguay. Sie arbeiten zumeist bei staatlichen Einrichtungen, die sich mit dem Thema Lebensmittelsicherheit befassen. Vortragende sind Expertinnen und Experten des BfR, des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Zudem wurden Referentinnen und Referenten des niederländischen Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) und des britischen Royal Veterinary College der University of London gewonnen. Die BfR-Summer Academy findet seit 2012 einmal jährlich statt.

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