Auf Erfolgskurs
ECH mit neuer, größerer Betriebsstätte
Es ist ein Standortbekenntnis, ein Bekenntnis für den Standort Halle. Denn hier fing alles an. Die ECH Elektrochemie Halle GmbH gehörte 1992 – damals noch unter Regie von Prof. Hermann Matschiner – zu den ersten Mietern im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ), erinnert sich ECH-Geschäftsführer Dr. Michael Hahn vor den geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Neben Marco Tullner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen Anhalt und dem Geschäftsführer der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Manfred Maas, waren auch der Vorsitzende der Saalesparkasse, Dr. Jürgen Fox, Dr. Petra Sachse, Leiterin des Dienstleistungszentrums Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Halle, und Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer der Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH (TGZ), zu den Feierlichkeiten gekommen.
„Die Einweihung der neuen Betriebsstätte ist ein positives Signal für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Halle“, betonte Marco Tullner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen Anhalt. Die ECH Elektrochemie setze seit vielen Jahren erfolgreich auf die Zusammenarbeit mit den vor Ort ansässigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissensbasierten Unternehmen – Wissenstransfer sei hier im vollen Gange. „Keine Frage: Das Streben nach Innovation war und ist hier der Baustein für den Unternehmenserfolg. Deshalb ist es nur konsequent, dass die ECH Elektrochemie auch beim Bau ihrer neuen Betriebsstätte dem ,weinberg campus‘ treu bleibt“, unterstrich der Staatssekretär.
Rund 2,5 Millionen Euro hat der markante Neubau gekostet, der mit rund 800000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert wurde. Mit dem Neubau verdoppelt sich die räumliche Kapazität des Unternehmens nun auf rund 1500 Quadratmeter.
„Erstmals sind die Räumlichkeiten exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten“, informierte Geschäftsführer Hahn. So werden die Bereiche zur Erprobung sowie zur Entwicklung von Analysenmesstechnik und der Gerätefertigung räumlich so sortiert, dass sich die Fertigungsabläufe optimieren lassen. Parallel dazu wird es Technikums-Räume für Kundenschulung und Applikation geben. Kunden können mit ihren Problemstellungen direkt in das Applikationslabor der ECH kommen, um hier gemeinsam mit den Entwicklern Lösungen zu erarbeiten. Dass das bereits funktioniert, kann Michael Hahn bereits bestätigen. Mitarbeiter von Industriekunden aus China, Malaysia oder den Vereinigten Emiraten, mit denen man gasanalytische Messtechnik für flüchtige organische Verbindungen entwickeln will, waren jüngst vor Ort, berichtet der 54-Jährige. Ziel sei es generell, die entwickelten Analysenverfahren im Anschluss zu vereinheitlichen, also zu normen.
Das seit 1992 im halleschen Technologie- und Gründerzentrum ansässige Unternehmen besitzt mittlerweile mehr als 30 Patente und entwickelt und produziert Standardanalysengeräte für jegliche analytische Problemstellungen. Neben fast allen Ländern in Europa ist die ECH auch im arabischen und asiatischen Raum aktiv. Man nutzt weltweite Kontakte und bedient Kundschaft in China, Vietnam, Saudi Arabien, Kuwait, Thailand, Ägypten, Kenia, Südafrika, Portugal und Indien. Erst letzten Monat habe man einen großen Auftrag in Malaysia abgeschlossen. Zu den Unternehmen, die ECH-Geräte einsetzen, gehören u.a. ABB, Alstom, Areva, BASF, Bayer, BMW, DOW, Deutsche Bahn, Dupont, E.on, Glaxo, KNPC, RWE, Shell, SKW, Vattenfall, VW und ZF Sachs.










