Molekulare Neurobiologie

Humboldt-Professur für Neurowissenschaftler Dietmar Schmucker

Der international renommierte Molekular- und Neurobiologe Dietmar Schmucker soll für die Universität Bonn gewonnen werden.

Prof. Dr. Dietmar Schmucker vom VIB-KU Leuven Center for Brain & Disease Research. © Privat

Dietmar Schmucker untersucht die genetischen Grundlagen, die zur Verschaltung von Nervenzellen im Gehirn führen. Der Neurobiologe forscht am Zentrum für Gehirn- und Krankheitsforschung des VIB Instituts und der Universität Leuven (Belgien). Von der Alexander von Humboldt-Stiftung wurde er jetzt für eine Humboldt-Professur ausgewählt. Damit soll er für die Universität Bonn gewonnen werden. Der mit bis zu fünf Millionen Euro in Deutschland höchstdotierte Forschungspreis dient dazu, renommierte Wissenschaftler aus dem Ausland zu gewinnen, langfristig an deutschen Hochschulen zur forschen.

Den Neurowissenschaftler interessieren insbesondere die biologischen Grundlagen, die Entwicklung und die Funktion von Verschaltungen der Nervenzellen im Gehirn steuern. Im Fokus steht dabei die Molekulargenetik. „Im Gehirn des Menschen bestimmen nur einige tausend unterschiedlicher Gene über Billiarden von Synapsen, mit denen die Nervenzellen untereinander verknüpft sind“, sagt Prof. Dr. Dietmar Schmucker vom Zentrum für Gehirn- und Krankheitsforschung des VIB Institutes (Belgien). Seine zentrale Frage: Welche molekularen Mechanismen sorgen für eine derartige Komplexität des menschlichen Gehirns?

In Leuven erforscht der renommierte Wissenschaftler diese Frage modellhaft an Fruchtfliegen, Fröschen und Mäusen. In Bonn steht er mit Forschern am LIMES-Institut der Universität Bonn, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Forschungszentrum Caesar in Kontakt. „Diese interdisziplinäre Vernetzung der Neuro-, Zell- und Immunbiologie in Bonn sind ein vielversprechender Ansatz“, sagt Schmucker. „Darüber hinaus haben sich diese Partner gut für zukünftige Herausforderungen in der Forschung vorbereitet.“

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Die Universität Bonn hat den Neurobiologen für eine Humboldt-Forschungsprofessur vorgeschlagen. „Professor Schmucker ist ein international führender Hirnforscher. Er hat wichtige Grundlagen der genetischen Kodierung von Synapsenbildung im zentralen Nervensystem entdeckt und wird die Neurowissenschaften am Standort Bonn entscheidend verstärken“, sagt Prof. Dr. Waldemar Kolanus, Geschäftsführender Direktor des LIMES-Instituts an der Universität Bonn. In einer Auswahlsitzung hat die Humboldt-Stiftung der Nominierung zugestimmt. Derzeit laufen die Berufungsverhandlungen.

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