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Königlicher Besuch am MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Diverse Arten von Biomasse (Weintraubenschale und Kerne, Zuckerrübenschalen Veilchenwurzel; Patschuliblätter, leere Palmenfruchtbündel) können zur Herstellung von Wertstoffen verwendet werden. (Bild: MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung)

Am 27. Juni 2013 wird die thailändische Prinzessin, Ihre Königliche Hoheit Maha Chakri Sirindhorn, zu Gast am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung im Wissenschaftspark Potsdam-Golm sein. Die Erzeugung und Nutzung von Wertstoffen aus Biomasse stehen dabei im Mittelpunkt des Besuchs.

Die Suche nach neuen Technologien zur Verwirklichung einer nachhaltigen Wirtschaft und des Klimaschutzes ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Die thailändische Prinzessin trifft sich mit Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, um genau dieser aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellung nachzugehen.

Prinzessin Sirindhorn, die einen Abschluss in Geschichte besitzt und in den Entwicklungswissenschaften promoviert hat, interessiert sich vor allem für neue Technologien zur Landesentwicklung. Dabei stehen verschiedene Gebiete der Kolloidchemie im Fokus, die auf biologischen Rohstoffen basieren: Die Herstellung und Anwendung von Kohlenstoffen für alternative Energietechnologien und Bodenverbesserung sowie die Herstellung wichtiger Polymere und Chemikalien bis hin zu Medikamenten.

So werden deshalb auch hochwertige Kohlenstoffmaterialien, die als Elektrodenmaterial in Superkondensatoren zur Energiespeicherung oder als "Superhumus" zur Bodenverbesserung eingesetzt werden können, vorgestellt. Der diesen Verfahren zugrunde liegende Hydrothermale Carbonisierungs-Prozess (HTC) ermöglicht außerdem eine umweltschonende Verwertung der biologischen Abfälle.

Darüber hinaus ist ein Besuch der technologiebegeisterten Prinzessin bei Carbon Solutions in Teltow geplant. 2007 als Startup-Unternehmen gegründet, setzt die Firma die Hydrothermale Carbonisierung auf der Mehrtonnen-Skala um. Aber auch aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich Bioraffinerie und Biokunststoffe werden gezeigt. Diese beschäftigen sich mit der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln und Feinchemikalien bzw. der Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen aus Biomasse.

Zudem wird Prof. Peter Seeberger, Direktor der Abteilung Biomolekulare Systeme, als Experte auf dem Gebiet der Medikamentenentwicklung ein automatisiertes Verfahren zur Synthese eines Malariaimpfstoffes auf Zuckerbasis präsentieren.

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