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Lebensmittelbiotechnologie auf der BIOTECHNICA 2013

Die Biotechnologie leistet wichtige Beiträge, um sicherere und qualitativ hochwertige Lebensmittel zu produzieren. Die Schonung von Ressourcen und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion sind weitere Herausforderungen angesichts einer wachsenden und zugleich alternden Bevölkerung.

"Die Lebensmittelbiotechnologie ist weltweit einer der wirtschaftlich wichtigsten Bereiche der Biotechnologie: Mehr als 30 Prozent aller Lebensmittel entstehen in Prozessen, an denen Mikroorganismen oder Enzyme beteiligt sind", sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover. Die BIOTECHNICA 2013 vom 8. bis 10. Oktober in Hannover zeigt, mit welchen Verfahren die Lebensmittelbiotechnologie zur Verbesserung der Produktqualität und -sicherheit beitragen kann.

Zentraler Anlaufpunkt ist der "Marktplatz Innovation in Food" in Halle 9. Dort präsentieren Akteure der Lebensmittelbiotechnologie neue Möglichkeiten und Konzepte für die Gewinnung, Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen und Lebensmitteln. Auch analytische Verfahren zur Sicherheitsbewertung werden vorgestellt.

Nachhaltigkeit, Sicherheit für Verbraucher, Wirtschaftlichkeit sowie die Akzeptanz von Biotechnologie in Lebensmitteln stehen auch im Fokus des begleitenden Forums und Symposiums "Innovation in Food" am 9. Oktober. Dort diskutieren Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über aktuelle Entwicklungen, Produkte und Anwendungen. Auch die Rolle von Probiotika, d. h. lebensfähigen Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien und Hefen für sichere Lebensmittel wird unter anderem beleuchtet. Das Symposium wird von der Deutschen Messe gemeinsam mit der in Karlsruhe ansässigen MicroMol Gesellschaft für mikrobiologische und molekularbiologische Auftragsforschung ausgerichtet.

Über neue Ansätze für die Praxis der Lebensmittelproduktion wird im Rahmen der iFood Conference diskutiert, die Forschung und Lebensmittelindustrie erstmals auf der BIOTECHNICA eine Plattform für den Austausch bietet. Die dreitägige Wissenschaftskonferenz wird vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) und der europäischen Forschungsallianz EFFoST veranstaltet.

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Biotechnologische Ansätze für sicherere Lebensmittel

Die BIOTECHNICA 2013 vom 8. bis 10. Oktober in Hannover.

Die Optimierung von Starter- und Schutzkulturen für fermentierte Lebensmittel wie Käse oder Rohwurst liefert einen wesentlichen Beitrag zum vorbeugenden gesundheitlichen Schutz des Verbrauchers. Die Starter- und Schutzkulturen tragen maßgeblich zur Produktsicherheit bei. Schutzkulturen können eine Alternative zur chemischen oder physikalischen Konservierung sein. So sind zahlreiche Milchsäurebakterien-Stämme in der Lage, das Wachstum unerwünschter Schimmelpilze zu hemmen. Auch die Vermehrung des krankheitserregenden Keims Listeria monocytogenes kann verzögert werden.

Die Starter- und Schutzkulturen leisten zudem einen wichtigen Beitrag für den Genusswert: Sie machen die Fermentation kalkulierbar und sorgen für eine sensorisch gleichbleibende Qualität. Auf diese Weise schmecken der Käse oder die Salami einer bestimmten Marke so, wie der Verbraucher es aufgrund seiner Erfahrung erwartet.

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion rückt immer stärker in den Fokus der Industrie und das Bewusstsein der Verbraucher. Ein früher Aspekt in der Wertschöpfungskette ist die Steigerung der Ressourceneffizienz. Enzymatische und fermentative Verfahren können hier einen erheblichen Beitrag leisten: Diese Katalysatoren aus lebenden Zellen arbeiten nicht nur spezifisch, sondern auch unter schonenden Bedingungen. Energie wird eingespart und als weiterer Effekt der milden Reaktionsbedingungen werden gesunde Lebensmittelinhaltsstoffe geschont.

Darüber hinaus sind Enzyme in der Lage, bestimmte Abbauprozesse zu verlangsamen wie zum Beispiel das Altbackenwerden von Brot. Durch eine Verzögerung solcher Prozesse bleibt der Genuss beim Essen deutlich länger erhalten - weniger Lebensmittel werden weggeworfen und nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel der Verbraucher entlastet.

In der Lebensmittelproduktion fallen oft großvolumige Nebenströme aus organischen Reststoffgemischen an, die von Mikroorganismen oder in enzymatischen Prozessen genutzt werden können. Durch deren Nutzung und die Schließung von Prozesskreisläufen ergeben sich für die Unternehmen auch ganz klare ökonomische Vorteile.

Weitere Informationen zum Symposium Innovation in Food sowie zur iFood conference finden Sie unter www.biotechnica.de/de/foodbiotechnology und www.biotechnica.de/de/ueber-die-messe/programm/konferenzen/ifood-conference.

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