26. Internationale BiologieOlympiade

Eine Gold- und drei Silbermedaillen für das deutsche Schülerteam

244 Schülerinnen und Schüler aus 61 Ländern trafen sich vom 12. bis 19. Juli 2015 in Aarhus, Dänemark, um bei der Internationalen BiologieOlympiade (IBO) ihr Können zu messen.

Silber- und Goldmedaillen der 26. Internationalen BiologieOlympiade in Aarhus, Dänemark.

Nach einer stimmungsvollen Eröffnungszeremonie im Konzerthuset von Aarhus standen zuerst vier praktische Klausuren in Botanik, Zoologie, Biochemie und Molekularbiologie auf dem Programm. Die Klausuren waren wieder sehr anspruchsvoll, so musste z.B. in der Zoologieklausur ein Dorsch fachgerecht zerlegt und Organe präpariert werden, in Botanik ein Stammbaum verschiedener Landpflanzen ermittelt und in Molekularbiologie eine Gelelektrophorese eigenständig durchgeführt werden.

Nach einem Erholungstag mit Ausflügen bei herrlichem Sommerwetter stand dann die große Theorieklausur an, in der fast 100 Fragen zu allen wichtigen Gebieten der Biologie auf Beantwortung warteten. Ein großer Schritt in die digitale Zukunft war dabei erstmalig der vollständige Verzicht auf Papierklausuren - nicht nur bei der Theorieklausur, sondern auch bei den vier praktischen Klausuren. Jeder Schülerin und jedem Schüler stand ein Tablet-PC mit Arbeitsanweisungen, Aufgabenblättern und Antwortbögen zur Verfügung. Die richtigen Antworten wurden am Tablet-PC markiert, Ergebnisse, wie z.B. der Fischpräparation wurden mit dem Tablet-PC fotografiert und direkt hochgeladen, auch mikroskopische Aufnahmen wurden so erstellt. Auch wenn das IT-System bei der großen Zahl an gleichzeitigen WLan-Aktivitäten durchaus an seine Grenzen stieß, war der Einsatz der digitalen Technik insgesamt ein Erfolg, so dass man den Gastgeberländern der nächsten Internationalen BiologieOlympiaden die Fortsetzung dieses zukunftsweisenden Konzepts wünschen kann.

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Für Deutschland traten bei der 26. IBO an: Theresa Fischer (Weinberg-Gymnasium, Kleinmachnow, Brandenburg), Alexander Rotsch (Louise-Henriette-Gymnasium, Oranienburg, Brandenburg), Anne Omlor (Gymnasium am Krebsberg, Neunkirchen, Saarland) und Julia Hansen (Gymnasium Engen, Engen, Baden-Württemberg). Begleitet wurden sie von PD Dr. Burkhard Schroeter (IPN, Kiel) als Delegationsleiter sowie von Dr. Dennis Kappei (Universität Singapur), Dr. Christiane Mühle (Universität Erlangen) und Christina Gebler (Universität Dresden).

Das deutsche Nationalteam nach der Medaillenvergabe (von links): Dr. Dennis Kappei, Dr. Christiane Mühle, Alexander Rotsch (Gold), Theresa Fischer (Silber), Dr. Burkhard Schroeter, Anne Omlor (Silber), Christina Gebler und Julia Hansen (Silber).

Am Ende der Woche stand dann die Abschlussfeier und Medaillenvergabe, die auch in diesem Jahr das deutsche Team mit vier Medaillen belohnte: eine Goldmedaille für Alexander Rotsch und je eine Silbermedaille für Julia Hansen, Theresa Fischer und Anne Omlor machten die 26. Internationale BiologieOlympiade zu einem großen Erfolg für das deutsche Team. Dies gilt insbesondere auch im internationalen Vergleich: Deutschland erreicht bei der 26.IBO in der Nationenwertung nach den USA und asiatischen Ländern als bestes westeuropäisches Land knapp hinter Russland Platz 8.

Die entspannte, konstruktive Atmosphäre der dänischen IBO hat allen gefallen. Im nächsten Jahr geht es dann zur 27. IBO nach Hanoi, Vietnam. Dort werden erstmals die vier neuen Mitgliedern der IBO-Familie Ägypten, Bangladesh, Island und Norwegen daran teilnehmen.

Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern vom Förderverein BiologieOlympiade e.V. und dem Biologielabor am IPN in Kiel, deren Unterstützung maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.

Weitere Informationen unter http://www.biologieolympiade.de und von der Geschäftsführung der IBO Deutschland (ibo@ipn.uni-kiel.de).

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