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Mehr Sicherheit bei gentechnisch veränderten Pflanzen

Weltweit arbeiten Wissenschaftler an neuen Strategien zur Verbesserung der Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen. In einem Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erforscht Prof. Reinhard Hehl, Institut für Genetik der Technischen Universität Braunschweig, jetzt die Auswirkungen gentechnischer Veränderungen beim Raps und entwickelt Methoden, um entsprechende Veränderungen an Pflanzen präzise durchzuführen. Bisher werden neue Gene zufällig an einem Ort im Genom integriert. Dabei ist vorher nicht bekannt, ob an diesem Ort die gewünschte Eigenschaft des Gens beobachtet wird und ob andere Gene in der Pflanze negativ beeinflusst werden. Ziel des Forschungsprojekts ist es, zukünftig den Ort, an dem ein Gen integriert wird, bereits vor dem Einfügen zu kennen. "Gene sollen nur dort integriert werden, wo wir sie haben wollen. Das heißt in vorher gut charakterisierten Stellen im Genom", so Projektleiter Prof. Dr. Reinhard Hehl. Dabei soll ausgeschlossen werden, dass durch die Integration des Gens unerwünschte Nebeneffekte auftreten, wie zum Beispiel neue Mutationen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass das neue Gen an diesem Ort seine erwartete Wirkung in der Pflanze zeigt. Oft werden neue Gene in der Pflanze einfach abgeschaltet. Das Teilprojekt wird an der Nutzpflanze Raps durchgeführt. Als Rohstoff und für die Erzeugung von Biodiesel wird Raps auch in Deutschland auf immer mehr Flächen angebaut. Wie kann die unerwünschte Übertragung gentechnischer Veränderungen auf andere Pflanzen verhindert werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Verbundprojekt ebenfalls. Solche Übertragungen sind unter anderem möglich, wenn durch Pollenflug nicht gentechnisch veränderte Pflanzen von genetisch veränderten Pflanzen bestäubt werden. Eine solche Übertragung kann verhindert werden, wenn die gentechnische Veränderung nur mütterlicherseits vererbt wird. Dabei würde der "männliche" Pollen einer genetisch veränderten Pflanze die gentechnische Veränderung nicht tragen. Ein anderer Ansatz sieht vor, die gentechnische Veränderung bei der Pollenentwicklung zu entfernen. An dem Verbundprojekt sind außerdem die Universität Karlsruhe (TH), das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie Golm, die Universität Hamburg, das Julius Kühn-Institut Quedlinburg und das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Großhansdorf, beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit über einer Millionen Euro.

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