Mikroskopie-Kongress

Rund 1300 Wissenschaftler diskutierten neueste Forschungsergebnisse

Vom 25. bis 30. August 2013 fand die Microscopy Conference 2013 (MC 2013) an der Universität Regensburg statt. Mikroskopie-Experten aus den Fachbereichen Materialwissenschaften, Physik, interdisziplinäre Mikroskopie, Instrumentierung und Methoden sowie Lebenswissenschaften präsentierten ihre neuesten Forschungsergebnisse. Die Fachtagung steht in der Tradition der "Dreiländertagung Mikroskopie" und wurde in diesem Jahr von Fachgesellschaften aus 11 europäischen Ländern veranstaltet. Die Konferenz wurde von der European Microscopy Society (EMS) unterstützt.

Auf dem Campus der Universität Regensburg kamen rund 1300 Teilnehmer aus 61 Ländern von allen 5 Kontinenten zusammen - erwartet worden waren etwa 1000. Die Experten trafen sich zum fachlichen Austausch und diskutierten aktuelle Trends und neue Erkenntnisse aus ihren Fachgebieten. Mehrere Preise wurden an herausragende Forscher für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie verliehen: Der Ernst-Ruska-Preis an Prof. Peter Nellist (Oxford, England) sowie an Prof. Holger Stark (Göttingen); der Harald-Rose-Lecture-Preis an Prof. Peter Schattschneider (Wien) und der Technik-Preis der DGE an Stefan Diller (Würzburg). Details sind der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie e.V. - DGE - zu entnehmen.

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Im Themenschwerpunkt "Multimodale und interdisziplinäre Mikroskopie" wurden neue Verfahren in der 3D-Mikroskopie diskutiert, die verschiedene Techniken kombinieren, die bisher unabhängig voneinander durchgeführt wurden. Bei der hochauflösenden Analytik mit Transmissions-Elektronenmikroskopen können mit den neuesten Geräten nun einzelne Atome analysiert werden. In anderen Studien wurden nanokristalline Metalle und Legierungen untersucht, die in neuen Halbleitern und bei medizinischen Implantaten zum Einsatz kommen. Da ihr struktureller Aufbau zu neuen Eigenschaften führt - hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Formbarkeit -, war das internationale Interesse entsprechend groß.

Im Schwerpunkt "Lebenswissenschaften" ging es um die breite Anwendung der Mikroskopie an Molekülen, Zellen und Geweben von der atomaren Hochauflösung über die Analytik bis hin zur räumlichen Darstellung. Beim großen Thema "Materialwissenschaften/Physik" wurden neue Materialien - wie z.B. Graphen, dessen Entdeckung 2010 mit dem Nobelpreis in Physik bedacht wurde - in allen seinen Modifikationen untersucht, um die ungewöhnlichen Eigenschaften besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse sind unter anderem Voraussetzung zur Weiterentwicklung von neuen Materialien für energietechnische Anwendungen.

Einen zentralen Bestandteil der Tagung bildete die Industrieausstellung: In diesem Rahmen zeigten über 55 Firmen und Hersteller neueste Geräte, Mikroskopietechniken und Bildanalysesysteme und präsentierten neu entwickelte Anwendungsmöglichkeiten.

Weiterführende Informationen zur Tagung und zum Programm finden Sie unter www.mc2013.de.

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