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Otto-Bayer-Preis für Pflanzen-Forscher

Prof. Dr. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen ist mit dem Otto-Bayer-Preis 2010 ausgezeichnet worden. Der 48-jährige Forscher erhielt die renommierte Wissenschafts-Auszeichnung von der ¿Bayer Science and Education Foundation¿ für seine herausragenden Leistungen zum Verständnis der molekularbiologischen Grundlagen der Variabilität von Pflanzen. Seine Forschungsergebnisse haben ein praktisches Ziel: Voraussagen zu können, wie Wild- und Ackerpflanzen auf die sich zurzeit schnell verändernde Umwelt reagieren werden. Werner Wenning, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Dr. Wolfgang Plischke, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, überreichten den mit 75.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Festveranstaltung am 11. Februar 2010 in Berlin. Wenning betonte, die Arbeiten von Prof. Weigel seien ein eindrucksvoller Beleg für den hohen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung in Deutschland. Seine Ergebnisse seien vor allem für die Grundlagenforschung in dem wichtigen Bereich der Biotechnologie von großer Bedeutung: ¿Es gilt, das gesamte Spektrum der Möglichkeiten zu nutzen, um Ernten vor Krankheiten, Schädlingen, Unkraut und Umwelteinflüssen zu schützen, die Erträge zu erhöhen und die Eigenschaften der Pflanzen zu verbessern¿, so der Vorstandsvorsitzende. In diesem Zusammenhang mahnte der Bayer-Chef eine Nutzung der Potenziale der grünen Gentechnik auch in Europa an. Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär der Human Frontier Science Program Organization und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, hob ebenfalls die Bedeutung des Forschungsgebietes des Preisträgers hervor: ¿Wie es die genetische Vielfalt allen Lebensformen erlaubt, sich an unterschiedlichste Umweltbedingungen anzupassen, ist eine zentrale Frage moderner Biologie. Die Antworten dazu werden viele Bereiche ¿ von der Pflanzenzüchtung bis zur Humanmedizin ¿ entscheidend voranbringen. Als Pionier auf diesem Gebiet nutzt Weigel in vorbildhafter Weise die beeindruckenden Fortschritte in der Genomforschung aus, um nützliche sowie auch scheinbar nachteilige Genvarianten aufzuspüren. Er erklärt uns, warum sich ein augenscheinlicher Nachteil unter geeigneten Umwelteinflüssen in einen großen Vorteil wandeln kann." Prof. Dr. Detlef Weigel studierte Biologie und Chemie in Bielefeld und erhielt sein Diplom in Biologie an der Universität zu Köln. Auf die Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Jahr 1988 folgte ein Aufenthalt als Post-Doc am California Institute of Technology in Pasadena, wo er sich der Pflanzenbiologie zuwandte. Als Assistant und später Associate Professor leitete er von 1993 bis 2002 eine Arbeitsgruppe am Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (Kalifornien). Im Jahr 2002 nahm er den Ruf zum Direktor der neu gegründeten Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen an. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt Weigel im Jahr 2007 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ist gewähltes Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie der US National Academy of Sciences.

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