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Saarbrücker Nanotechnologie-Vereine fusionierten

NanoBioNet und cc-NanoChem, zwei Netzwerke für Nanotechnologie und Biotechnologie mit Sitz in Saarbrücken, sind zu dem mitgliederstärksten Kompetenznetzwerk für Nanotechnologie zusammengewachsen. Seit dem 1. Januar firmiert der neue Verein unter dem Namen "cc-NanoBioNet e. V.".

Ein engmaschiges Nano- und Bio-Netz

Die Gründe für die Verschmelzung sind vielfältig. Jochen Flackus, Vorstand von NanoBioNet: "Innerhalb von Deutschland gibt es zu viele kleine Verbünde für Nanotechnologie, denen es an kritischer Masse fehlt, um auf Bundesebene etwas zu bewegen. Wir reagieren mit der Fusion auf inhaltliche, politische und organisatorische Rahmenbedingungen. Wir wollen uns weiterentwickeln, Ressourcen bündeln, neue Herausforderungen bearbeiten, um der Nano- und Biotechnologie in Deutschland eine stärkere Stimme zu geben. Deshalb werden wir auch zukünftig offen für neue Kooperationen sein und den Vernetzungsprozess in Deutschland weiter moderieren."

Darüber hinaus gebe es, so Flackus weiter, natürliche Wachstumsgrenzen für NanoBioNet als rein regionales Netzwerk, da nahezu alle in der Region ansässigen Akteure bereits Mitglied des Vereins seien. Jetzt gelte es, sich neuen Mitgliedern zu öffnen, die man jenseits der Landsgrenzen suchen müsse. Gelingen solle dies mit einem attraktiven Serviceangebot: Fördergelder für Machbarkeitsstudien, exklusive Informationsmedien, Datenbanken, Konferenzen und Messebeteiligungen im In- und Ausland.

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Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen

Mit der Fusion verfolgen beide Partner eine Reihe von Zielen. Das neu geknüpfte Netz will sich in den kommenden Jahren als das bedeutendste deutsche Kompetenznetzwerk für Nano- und Biotechnologie weiter behaupten. Dazu sollen weiterhin führende Akteure aus ganz Deutschland als Mitglieder gewonnen werden. Außerdem soll cc-NanoBioNet stärker als in der Vergangenheit auf der europäischen Bühne aktiv werden. Dazu möchte NanoBioNet sich in bedeutenden europäischen Einrichtungen, wie etwa Technologie-Plattformen oder international agierenden Verbänden, engagieren.

Das Hauptziel des Vereins aber bleibt die Förderung der Nano- und Biotechnologie in drei Feldern: Wissenschaft und Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Anwendung und Einsatz in industriellen Sektoren. Wie das im Detail aussehen soll, führt Geschäftsführer Martin Monzel aus: "Der neue Verein ist attraktiver für neue Mitglieder. Durch die Fusion wurden die Kernkompetenzen beider Vereine gebündelt und stehen nunmehr allen Mitgliedern zur Verfügung. Ebenso ergeben sich Synergien beim Thema Weiterbildung. So können wir beispielsweise Bildungsangebote, die früher nebeneinander existierten, jetzt koordiniert anbieten." Man könne jetzt auch internationale Konferenzen effizienter organisieren und sich aufgrund exzellenter Kontakte in der Europäischen Technologieplattform Nanomedizin engagieren.

Glaubt man den Schlussfolgerungen von Studien über die Zukunft der Nano- und der Biotechnologie, sei in den nächsten Jahren mit einem überdurchschnittlichen Wachstum in diesen Branchen zu rechnen. Mehr marktreife Produkte würden entstehen, mehr Arbeitsplätze, mehr Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmern bei gleichzeitigem Mangel an Fachkräften.

Firmen, Branchen und industrielle Ansiedlungsgebiete würden sich national und international einen Konkurrenzkampf um Bildungseliten und motivierte Arbeitnehmer liefern. Diesen Prozess betrachte das neue cc-NanoBioNet als Herausforderung, die man jetzt annehmen müsse. Mehr darüber finden Sie unter http://www.nanobionet.de.

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