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Scil Proteins Production eröffnet neue biopharmazeutische Produktionsanlage

Die Scil Proteins Production GmbH in Halle (Saale) eröffnet am 10. April 2008 eine neue GMP-Produktionsanlage für pharmazeutische Proteinwirkstoffe. Zukünftig werden dort Proteine im Kundenauftrag sowie Wirkstoffe aus eigener Entwicklung hergestellt. Mit einer Fermentations-Kapazität von bis zu 1000 L netto können in der Anlage Proteine für klinische Tests sowie für den kommerziellen Markt produziert werden. Im Gegensatz zu den meisten Produktionsanlagen weltweit eignet sich Scil Proteins Productions Werk durch die Verwendung speziellen Stahls auch für den Einsatz von Hochsalz-Lösungen, wie sie auch bei der Rückfaltung von Proteinen aus so genannten Inclusion Bodies benötigt werden. Dies ist die erste Anlage dieser Art in Sachsen-Anhalt. Für das Biotechnologie-Unternehmen Scil Proteins Production GmbH bedeutet die Eröffnung ihrer Produktionsanlage den Aufstieg zu den führenden Auftragsproduzenten für Arzneimittelwirkstoffe biologischen Ursprungs. Nach der nur zweijährigen Planungs- und Bauphase steht die Produktionsstätte nun bereit, um für lokale, nationale sowie internationale Pharma- oder Biotechnologie-Unternehmen Proteinwirkstoffe zu produzieren. Dass die Entscheidung der Geschäftsführerin Dr. Ulrike Fiedler für die Errichtung der Anlage richtig war, beweist die hohe Nachfrage schon vor deren Fertigstellung. "Bereits seit vergangenem Jahr wird das erste große Kundenprojekt von derzeit rund 25 hoch spezialisierten Mitarbeitern vorbereitet", so Fiedler. "Wir haben beträchtliche Investitionen für die Errichtung der modernen Anlage getätigt. Zusätzlich konnten Fördermittel vom Land Sachsen-Anhalt eingeworben werden. Somit konnten am Standort über 20 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir freuen uns sehr, dass wir damit auch einen Beleg dafür liefern können, dass sich die staatlichen Investitionen der letzten Jahre in die mitteldeutsche Biotechnologie gelohnt haben." Die in Mitteldeutschland stark geförderte medizinische Biotechnologie konzentriert sich auf die Entwicklung von Medikamenten gegen Erkrankungen, die bis heute nur schlecht bzw. gar nicht mit Arzneimitteln behandelt werden können, wie z.B. Krebs, AIDS, Alzheimer und rheumatoide Arthritis. Nach der förderintensiven Zeit der Forschung und Entwicklung erreichen nun immer mehr derartige Produkte ein Stadium, in dem sie die klinischen Erprobung im Menschen bestehen müssen, bevor sie schließlich dem Patienten zur Verfügung gestellt werden können. In spezialisierten Anlagen wie die der Scil Proteins Production GmbH, die über Reinsträume und ausgeklügelte Qualitätssicherungssysteme verfügen, werden diese Substanzen hergestellt und anschließend für die Verwendung am Menschen freigegeben. Dies sind die letzten Schritte in der pharmazeutischen Wertschöpfungskette. Die sich in Sachsen-Anhalt entwickelnde pharmazeutische Infrastruktur für eben jene Aktivitäten zeigt, dass immer mehr Produkte ein fortgeschrittenes Reifestadium erreichen, und sie schafft gleichzeitig ein fruchtbares Umfeld für die Ansiedlung und Neugründung weiterer junger Pharma- bzw. Biotechnologie-Unternehmen.

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