Britische Regierung im Gespräch mit Unternehmen

Life Sciences enorm wichtig für britische Wirtschaft

Die UK wollen in den Life Sciences ihre führende Position auch nach dem Brexit behalten. Laut einer Meldung des Department for International Trade diskutierte die britische Regierung daher am 18. Juli im zweiten von mehreren Gesprächen am runden Tisch mit Vertretern wichtiger Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences / Biowissenschaften zur Bedeutung des Sektors für die britische Wirtschaft.

Die Life Sciences sollen trotz Brexit ein führender Wirtschaftssektor in Großbritannien bleiben. Daher ist die Britische Regierung derzeit im Gespräch mit Life-Sciences-Unternehmen. (Bild: Pixabay_CCO_Elionas2) © Pixabay_CCO_Elionas2

Bei den Gesprächen am runden Tisch ging es schwerpunktmäßig darum, wie die Zukunft des Life-Sciences-Sektors durch die Umsetzung der modernen industriellen Strategie gesichert werden kann. Das Vereinigte Königreich will ein positives Wirtschaftsumfeld erzeugen und sich für Geschäftsbeziehungen öffnen. Ziel ist eine umfassende Vereinbarung über die zukünftige Beziehung mit der EU und die Entwicklung und Implementierung der unabhängigen Handelspolitik.

Bislang hatte sich die Regierung in bedeutendem Maße für den Sektor eingesetzt, wie etwa durch die Einführung der „Life Sciences Industrial Strategy“ und dem „Sector Deal“, dem Treffen in Davos von Premierministerin und Kabinettminister mit internationalen Führungskräften aus dem Bereich Biowissenschaften und dem ersten Treffen des Life-Sciences-Council in der 10 Downing Street im Mai.

Laut Ministerium wird das Vereinigte Königreich das wichtigste Investitionsziel in Europa im Bereich Life Sciences bleiben. Es steht an zweiter Stelle weltweit hinter den USA und hat im eigenen Land mit mehr als 5 600 Unternehmen und einigen der besten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Europa eine florierende Industrie aufgebaut.

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Ziele für die Zeit nach dem EU-Austritt werden diskutiert
Vertreter des Sektors Life Sciences werden sich mit Kabinettministern treffen, um die Ziele nach dem Austritt aus der EU zu besprechen. Es handelt sich um die zweite Serie von Investitionsveranstaltungen der Regierung zur Unterstützung der groß angelegten Kampagne „Invest in GREAT Britain and Northern Ireland“. Das Treffen ist wichtig für die fortlaufende Beziehung zwischen der Regierung und dem biowissenschaftlichen Sektor, der 240 000 britische Jobs unterstützt und Umsätze von rund 70 Milliarden britische Pfund pro Jahr erwirtschaftet.

Der Minister für internationalen Handel, Dr. Liam Fox, sagte: „Das Vereinigte Königreich ist weltweit führend, wenn es um die Entwicklung innovativer Lösungen im Gesundheitswesen geht, und der sich stets weiterentwickelnde biowissenschaftliche Sektor bietet bedeutende Marktchancen auf der ganzen Welt." Fox weiter: „Das Ministerium für internationalen Handel ist bestrebt, Investitionen in den Sektor durch die Diskussionen am runden Tisch in der Nr. 10 Downing Street zu fördern. So können wir uns mit Unternehmen austauschen und etwaige Schwierigkeiten, die sich ihnen in Verbindung mit dem Zugang zu weltweiten Marktchancen stellen, direkt beseitigen. Zudem verfügen wir über ein Netzwerk von HM-Handelskommissaren und speziellen internationalen Handelsberatern, die ausgezeichnet positioniert sind, um langfristige Handelsbeziehungen mit wichtigen Unternehmen und Märkten aufzubauen.“

Der Minister für Gesundheit und Soziales, Matt Hancock, sagte: „Von der Entdeckung von DNA bis zum 100 000 Genomes Project war das Vereinigte Königreich schon immer an vorderster Front bahnbrechender Forschung und Entwicklung mit dem Potenzial, das Leben von Millionen von Menschen grundlegend zu verändern." Hancock weiter: „Der biowissenschaftliche Sektor ist für das Vereinigte Königreich unglaublich wichtig, zum einen aufgrund der Tausenden Angestellten und Umsätze in Höhe von 70 Milliarden britische Pfund der Branche, zum anderen, um Patienten des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) weiterhin Zugang zu bahnbrechenden neuen Therapien entsprechend des langfristigen Plans des NHS zu gewähren.“

Wirtschaftsminister Greg Clark meinte: „Partnerschaften zwischen Regierung und Industrie sind im Hinblick auf unser gemeinsames Ziel, die Stellung des Vereinigten Königreichs als weltweiter Marktführer im Bereich Life Sciences zu sichern, wesentlich. Deshalb hat die Regierung das Gesundheitswesen und die Biowissenschaften in den Mittelpunkt unserer modernen industriellen Industrie gestellt. Durch den Life Sciences Sector Deal und unsere Grand-Challenge-Missionen in den Bereichen KI und alternde Gesellschaft haben wir uns darauf verpflichtet, mit der Industrie und internationalen Investoren zu kooperieren, um sicherzustellen, dass das Vereinigte Königreich Anlaufstelle für Start-ups, neue Entdeckungen und neue Techniken für einen weit gefassten Markt bleibt.“

Hintergrund
Das Vereinigte Königreich hat laut Department for International Trade einen der stärksten und produktivsten Life-Sciences-Sektoren der Welt, der den Großteil der Investitionen in Europa anlockt, 240 000 britische Jobs unterstützt und Umsätze von rund 70 Milliarden britische Pfund pro Jahr erwirtschaftet. Die Attraktion des britischen Marktes zeigt sich darüber hinaus laut Ministerium in der Tatsache, dass sämtliche der führenden 25 globalen Pharmaunternehmen und die führenden 30 globalen Medizintechnikunternehmen im Vereinigten Königreich tätig sind und die weltweit anerkannten Kenntnisse in Forschung und Entwicklung nutzen.

Das 100 000 Genomes Project, das die Art und Weise, wie Genetikinformationen gespeichert und verwendet werden, grundlegend verändert hat, ist das jüngste Beispiel für die bahnbrechende Arbeit, die im Vereinigten Königreich durch den Sektor geleistet wird. Das Projekt hat dazu geführt, dass das Vereinigte Königreich das einzige Land der Welt ist, das über einen umfassenden und vollständigen Genom-Datensatz verfügt, der neue Genomentdeckungen sowie Fortschritte in der Präzisionsmedizin und im Gesundheitswesen weltweit ermöglicht.

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