Micro-RFA-Spektrometer MIDEX

Für schnelle Punktanalysen und Mappings

Auf der Pittcon 2009 zeigte SPECTRO Analytical Instruments erstmals die dritte Produktgeneration des Mikro-RFA-Spektrometers MIDEX. Das neue Modell wurde in vielen Bereichen verbessert und präsentiert sich jetzt noch schneller, leistungsfähiger und flexibler als seine Vorgänger. Es richtet sich an die Elektro- und Elektronikbranche, den Edelmetallhandel, die Automobil- und Luftfahrtindustrie und forensische Labors.

Das MIDEX ist ein RFA-Gerät mit luftgekühlter Kleinleistungsröntgenröhre und Mikrofokus. Die Anregung erfolgt punktuell über softwaregesteuerte Kollimatoren. Die Größe des Messpunkts lässt sich optional in Schritten zwischen 200 µm und 4 mm einstellen. Die aktuelle Modellvariante, in der SPECTRO die bisher getrennten Produktvarianten MIDEX und MIDEX M zusammenführt, wurde mit einem Silizium-Drift-Detektor neuester Generation ausgerüstet. Der Detektor verarbeitet jetzt bis zu 250000 Impulse/s. „Der neue Detektor hat das MIDEX schneller gemacht. Es scannt jetzt in der Mikroelektronik eine Europakarte, ein Standardmaß für Leiterplatten, in 30 Minuten“, erklärt Dirk Wissmann, Produktmanager für RFA-Spektrometer bei SPECTRO. Bei Punktanalysen ermittelt das MIDEX in 2 min die komplette Zusammensetzung einer Probe. Außerdem liefert der stärkere Detektor selbst bei einem Arbeitsabstand von 20 mm noch genaue Ergebnisse, so Wissmann weiter: „Das erschließt neue Einsatzgebiete. Wir können verschieden hohe Bauteile einer montierten Leiterplatte untersuchen, ohne die Platine zu beschädigen, oder zerstörungsfrei Einschlüsse in lackierten Automobilbauteilen suchen.“

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Motorgetriebener Probenteller:

Für die Probenaufnahme besitzt das MIDEX eine Probenkammer, optional mit motorgetriebenem XYZ-Tisch. Bei Mapping-Analysen lassen sich die Fahrwege auf einer Fläche von 240 auf 178 mm frei programmieren, etwa um auf einer Leiterplatte nacheinander alle Kondensatoren zu untersuchen. „In der Praxis nutzen die Kunden den XYZ-Tisch gerne auch als Probenwechsler. Sie platzieren darauf mehrere Proben und programmieren den Fahrweg so, dass alle Proben angefahren werden“, berichtet Produktmanager Dirk Wissmann. Für Punktmessungen hat SPECTRO die Probenkammer mit einem integrierten Videosystem ausgestattet. So können Anwender den Messpunkt exakt platzieren und auch die analysierten Punkte im Videobild dokumentieren.

Analysen in der Fläche und in der Tiefe:

Das neue MIDEX unterstützt zwei Betriebsarten: In der Standardkonfiguration beträgt der Abstand zwischen der Anregungsquelle und dem Messpunkt 2 mm. Dieser Modus eignet sich für schnelle Punktmessungen, etwa die Prüfung eines Kondensators auf einer Leiterplatte, sowie für Linescans und Mappings ebener Flächen mit großem Messpunkt. Die Konfiguration kann optional um eine Helium-Spülung ergänzt werden. Damit werden mit dem MIDEX auch die leichten Elemente von Magnesium bis Titan messbar.

Alternativ lässt sich das MIDEX so konfigurieren, dass der Abstand zwischen Anregungsquelle und Messpunkt 20 mm beträgt. Dieser Abstand ist ideal, um tieferliegende Teile auf einer Probe zerstörungsfrei zu analysieren. Auch dreidimensionale Topologien – etwa besonders hohe Platinen oder Schmuckstücke mit ausgeprägter Struktur – lassen sich so problemlos analysieren.

Marketingchef Tom Milner sieht für das SPECTRO MIDEX zwei große Märkte: „Mit den starken Mapping-Features und der Option, 20 mm tief zu scannen, wird das MIDEX im RoHS-Compliance-Screening neue Maßstäbe setzen“, prognostiziert er. Der zweite wichtige Markt sei der Schmuck- und Edelmetallhandel: „Das MIDEX war schon immer ideal, um kostbare Schmuck- und Kunststücke zerstörungsfrei zu analysieren. Jetzt ist das Gerät noch schneller geworden, was gerade bei aufwändig strukturierten und massiven Stücken eine merkbare Zeitersparnis bedeutet.“ Weitere Einsatzgebiete sieht SPECTRO in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, wo das MIDEX bei der Suche nach Einschlüssen in Glas- und Metallproben genutzt werden kann, oder in der Forensik, um Schmauchspuren unter die Röntgenfluoreszenz-Lupe zu nehmen.

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