Für große, inhomogene Proben
Makro-Kalorimeter
Unterschiedliche Kalorimeter im Hochpräzisionsthermostat ermöglichen die Verfolgung von Reaktionen sowohl auf biochemischer Ebene in kleinen Volumina (<1 ml) als auch bei Stoffwechselvorgängen kleiner Tiere in 20-ml-Gefäßen. Bei größeren inhomogenen Proben jedoch gab es bisher keine einfache Lösung. Mit der Einführung des TAM III Makrokalorimeters ist nun auch diese Lücke geschlossen worden.
Das Makrokalorimeter ist im Design an die 'Minikalorimeter' angelehnt. Bei diesen konnte die Referenzzelle unter der Probenzelle positioniert werden, was mehr Kalorimeter in den Thermostat brachte und den Probendurchsatz drastisch erhöhte. Die in den 'Minis' bewährte vertikale Zwillingsanordnung ermöglicht nun auch im Makrokalorimeter erstmals die Verwendung großer Reaktionsgefäße von bis zu 125 ml.
Ein weiteres Ziel bei der Entwicklung des Makrokalorimeters war dessen Verwendung zur Untersuchung und Charakterisierung von Batterien. Spezielle Halter ermöglichen das Vermessen von Lade- und Entladevorgängen von Akkus. Vom tief im Thermostat hängenden Messplatz kann mit nach außen führenden Drähten auch die Entladung unter Last verfolgt werden, genauso wie die Geschwindigkeit von Ladevorgängen.
Übrigens kann in den 125-ml-Reaktionsgefäßen die Wärmeproduktion von größeren Mengen Flüssigkeiten ebenso gut aufgezeichnet werden wie von Pasten und Cremes. Auch für sehr inhomogene Proben wie Böden und Sedimente war ein größeres Messgefäß für ökologische oder geologische Untersuchungen schon lange wünschenswert.








