
Altern im Zeitraffer – durch DNA-Schäden
Im Laufe der Zeit akkumuliert die Erbsubstanz mehr und mehr Schäden – Alterung ist die Folge. Die vielfältigen Auswirkungen der DNA-Schäden konnten nun in bisher nicht bekannter Komplexität gezeigt werden.

Automatisierte Diagnose von DNA-Schäden
Die NASA fördert die Idee einer Konstanzer Biologin für ein automatisiertes Diagnosegerät, das bei Raumflügen einsetzbar ist. Angesichts anvisierter Flüge zum Mars mit einer Dauer von zwei Jahren wird bei der NASA intensiv am Thema DNA-Schädigungen gearbeitet.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit lässt jedoch mit zunehmendem Alter nach.
Ihre Ergebnisse sind bedeutsam für Verfahren der Gentherapie und für das Verständnis der Entartung von Zellen: Ein Forscherteam der TU Darmstadt hat herausgefunden, dass die Prozesse zur Reparatur von DNA-Schäden deutlich komplexer ablaufen als bisher angenommen wurde.
Sonnenlicht beeinflusst Moleküle
Ein Team um Chemikerin Leticia González an der Universität Wien beschäftigt sich schon länger mit dem Effekt von Sonnenlicht auf unterschiedliche Moleküle. In einer neuen Studie konnten sie nun den Mechanismus aufklären, der häufig zu Schäden an der DNA führt, dem Träger unserer Erbinformation.
UV-Strahlung zählt zu den häufigsten Ursachen für Schäden an unserem Erbgut. Forscherinnen und Forscher der CAU und der Uni Bristol, haben nun erstmals beobachtet, was in DNA-Bausteinen passiert, wenn sie mit ultraviolettem Licht angeregt werden.

In Stockholm wurden gestern die Träger des diesjährigen Nobelpreises für Chemie bekannt gegeben. Der Preis geht an die Erbgutforscher Tomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar.

Zellen sind grundsätzlich dazu in der Lage, spontan auftretende Fehler in der Erbinformation zu reparieren. Dennoch funktioniert dieser Reparaturprozess nicht immer einwandfrei, so dass in manchen Fällen beschädigte DNS bei der Zellteilung weitergegeben wird.
Für ihre Forschungsarbeit zu den Auswirkungen von traumatischem Stress auf die menschliche DNA wird die Konstanzer Biologin Dr. María Moreno-Villanueva mit dem mit 10000 Euro dotierten Umweltpreis 2014 ausgezeichnet.