
Warum unser Gehirn unterschiedlich altert
Zwei internationale Studien zeigen, dass geistige Gesundheit weit mehr ist als eine Frage des Lebensstils. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Umwelt, Gesellschaft und individuellen Lebensumständen.

Eine aktuelle Studie zeigt: Immunzellen in niedriggradigen Gliomen prägen den Krankheitsverlauf bei Kindern. Neue Marker und Therapieansätze könnten den Behandlungserfolg verbessern.

Forschung für die Tumordiagnostik

Eine Pilotstudie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt: Virtuelles Waldbaden mit Bild, Ton und Duft verbessere Stimmung und Naturverbundenheit.

Zwei Studien aus Jülich beleuchten Strukturveränderungen des Proteins DISC1, das bei der Entstehung chronischer psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie eine zentrale Rolle spielt und zeigen neuen Therapieansatz auf.

Einzelzellaufzeichnungen ausgewertet
Ein Forschungsteam aus Bonn und Tübingen zeigt: Neuronen im menschlichen Gehirn speichern Ereignisfolgen anders als bisher gedacht. KI-Modelle helfen beim Verständnis.

Ein Rahmenwerk für die Forschung
Forschende haben ein Rahmenwerk für die Arbeit mit Gehirn-Organoiden entwickelt. Ziel ist es, die Qualität, Vergleichbarkeit und Aussagekraft dieser 3D-Modelle des menschlichen Gehirns zu verbessern.
Langsame Gehirnwellen machen Hirnrinde...
Langsame Wellen im Tiefschlaf machen die Hirnrinde besonders empfänglich für Erinnerungen. Eine Charité-Studie liefert neue Einblicke in die Gedächtnisbildung.
Unser Gehirn lernt mit der Zeit, Ablenkungen besser auszublenden – sogar auf neuronaler Ebene. Eine EEG-Studie zeigt, wie Erfahrung unsere visuelle Verarbeitung beeinflusst.

Weniger Dopamin, andere Lernmuster
Weniger Dopamin im Gehirn verändert das Lernen. Das konnten Forschende nun zeigen. Dopamin ist ein Stoff, der hilft, Dinge mit Belohnung oder Bestrafung zu verknüpfen. Die Studie zeigte: Wenn die Strafe erst später kommt, können Versuchstiere mit weniger Dopamin besser lernen. Kommt die Strafe sofort, lernen sie schlechter.

Ein Forschungsteam des UFZ hat Auswirkungen von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen auf das Gehirn untersucht. Mit einer Kombination aus modernen molekularbiologischen Methoden und dem Zebrafischmodell deckten sie den Wirkmechanismus auf und identifizierten die beteiligten Gene, die auch beim Menschen vorhanden sind. Das am UFZ entwickelte Testverfahren könnte auch für die Risikobewertung anderer neurotoxischer Chemikalien genutzt werden.