
Mikroplastik in Kläranlagen bestimmen
Ein österreichisches Forschungsteam hat eine praxistaugliche Methodik entwickelt, um Mikroplastik im Zu- und Ablauf von Kläranlagen zuverlässig bestimmen zu können.

Was sagt uns Abwasser über die Gesundheit der Bevölkerung? Abwassermonitoring liefert Antworten – mit Daten zu Viren, Resistenzen und Spurenstoffen. Ein Blick auf Methoden, Erkenntnisse und künftige Entwicklungen.
Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz
Forschende des Fraunhofer IGB zeigen: Kläranlagen können nicht nur Abwasser reinigen. Sie sind in der Lage zu einer klimaschonenden Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Abwasserreinigung über PCR-Analytik managen
In Kläranlagen spielt der biologische Stickstoffabbau eine zentrale Rolle bei der Abwasserreinigung. Bei der DyeNA Genetics GmbH wurde ein Verfahren entwickelt, das die qPCR so modifiziert, dass nur Genfragmente lebender Bakterien erkannt werden. Dies ermöglicht Kläranlagenbetreibern, die Lebendzellzahlen der aktiven Nitrifikanten und Denitrifikanten im Abwasser zu bestimmen.

Woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel, auch Mikroplastik genannt? Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Diese Fragen standen u. a. im Fokus der "Konsortialstudie Mikroplastik". Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer UMSICHT die letzten zwei Jahre den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen.

Kläranlagen gehören bislang zu den größten kommunalen Energieverbrauchern. Mit einer neuen Technologie, die aus dem Stromverbraucher Kläranlage ein kleines Kraftwerk macht, will ein deutsches Forscherteam nun eine Trendwende einleiten.
Novellierung der Klärschlammverordnung

Nach AbfKlärV notifizierte Laboratorien und beteiligte Behörden müssen sich nach jahrelang gleichbleibender Vorgehensweise nun kurzfristig umstellen und die neuen Anforderungen, neue Prüfmethoden und neu eingeführte Prüfparamater für die Untersuchung von Klärschlamm, Klärschlammgemischen und Böden, auf denen Klärschlamm aufgebracht wird, umsetzen.

Im Verbundprojekt „Biogene Polymerkondensate für den Einsatz in der Grundwassersanierung und im Trinkwasserschutz“ (Biokon) sollen wirksame Stoffe entwickelt werden, um PFC aus Wasserkreisläufen und Böden zu eliminieren.

Phosphor-Dünger aus Klärschlamm
An der Universität Hohenheim wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Phosphor aus trockenem Klärschlamm entfernen lässt. Dabei entsteht als Nebenprodukt Klärschlammkohle, die als Ersatz für Braun- oder Steinkohle dienen kann.
Antibiotikaresistente Bakterien
Antibiotikaresistente Darmbakterien werden über Toiletten und Kläranlagen in die Umwelt eingetragen. Einige von ihnen überleben dort, vermehren sich oder übertragen sogar ihre Resistenzgene auf andere Mikroorganismen.
Bioreaktoren kommen bei zahlreichen energieintensiven Anwendungen zum Einsatz, zum Beispiel bei der Abwasserreinigung in Kläranlagen oder bei der Erzeugung von Biogas. Eine entscheidende Rolle spielt die gute Vermischung der eingesetzten Substanzen.