Aufschlusssystem START 1500

Druckloser Aufschluss hat Vorteile

Wer heute noch mit klassischen offenen Aufschlüssen arbeitet, hat gerade bei Proben mit hoher Einwaage Probleme. Außerdem müssen die Proben einzeln bearbeitet werden, was natürlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Das Gleiche gilt für die Regelung und Dokumentation des Temperaturverlaufs jeder einzelnen Probe. Auch kühlt bei klassischen Aufschlüssen die Lösung bei der Reagenzienzugabe schnell ab und die Kontamination von außen ist schon vorprogrammiert.

Das mikrowellenunterstützte, drucklose Aufschlusssystem START 1500 mit dem MOD-8-Rotor lässt sich mit Behältern aus Quarzglas, Laborglas oder PTFE ausstatten. Es können ein bis acht Proben parallel bearbeitet werden, wobei die berührungslose Temperaturkontrolle den Temperaturverlauf jeder einzelnen Probe dokumentiert und regelt. Die schnelle Heizrate und kurze Kühlzeit bringen bei den meisten Proben innerhalb einer Stunde messbereite Lösungen. Durch die automatische Reagenzienzugabe können Reagenzien in kleinsten Dosierschritten eingebracht werden. Dadurch kühlt die Aufschlusslösung nicht ab und das zudosierte Reagenz entfaltet seine ganze Wirkung bei hoher Temperatur. Es werden somit nur geringe Säuremengen benötigt. Die Reagenzienzugabe erfolgt sicher ohne Kontamination von außen. Je nach Bedarf können mehrere unterschiedliche Reagenzien zudosiert werden. Sicherheit ist auch bei der Abführung der Aufschlussgase ein Thema. Diese werden quantitativ abgesaugt, kondensiert und neutralisiert, das System muss somit nicht im Abzug aufgestellt werden. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind Aufschlüsse von reaktiven oder unhomogenen Proben mit hoher Einwaage zur Analytik von Schwermetallen. Aber auch die Bestimmung von Stickstoff und Phosphor in Lebensmitteln oder das Abrauchen mit Flusssäure sind verbreitete Anwendungen. Das System kann durch kurzen Umbau auch für Druckaufschlüsse verwendet werden.

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